Installationen, Videos und Projekte im öffentlichen Raum


von Oliver Ressler

Biografie

Oliver Ressler, geboren 1970 in Knittelfeld, Österreich, lebt und arbeitet in Wien.

Künstlerstatement

In meiner künstlerischen Arbeit analysiere und kritisiere ich Machtverhältnisse in der Gesellschaft, aber ich versuche auch, über eine ausschließliche Analyse und Kritik des Bestehenden hinauszugehen. Einige meiner Arbeiten fokussieren Widerstandsformen, die man in der so genannten Anti-Globalisierungsbewegung oder in den Bewegungen findet, die das Reagieren (bzw. Nicht-Reagieren) der Staaten und Konzerne auf den Klimawandel bekämpfen. Meine Projekte thematisieren bedeutende Themen, gehen aber über ein einfaches Bereitstellen von Information hinaus. Wer spricht, ist für meine Arbeit von großer Bedeutung. Sprechende Personen sind oft BasisaktivistInnen oder Lohnabhängige, denen in der Regel niemand zuhört. Diese Leute eint ein leidenschaftliches Engagement, das bestehende kapitalistische System abzulösen.

Widerstand kann nur erfolgreich sein, wenn die Menschen ein gemeinsames Ziel ihrer Kämpfe vor Augen haben. Wird gegen das ökonomische und politische System Widerstand geleistet, müssen auch Ideen entwickelt werden bezüglich der Formen einer alternativen und demokratischeren Gesellschaft. Mobilisierung geht daher auch mit dem Entwerfen von Utopien einher. Wenn man sich Modelle für alternative Formen von Gesellschaft und Ökonomie überlegt, sollten meiner Meinung nach Prinzipien der Selbstregierung, der Selbstverwaltung und direktdemokratische Entscheidungen eine zentrale Rolle spielen. Im Gegensatz zu dem, was Mainstreammedien uns weismachen wollen, gibt es etwa in Venezuela hochentwickelte Formen der Beteiligung der Bevölkerung in Entscheidungsfindungsprozesse; aus diesem Grund ist der so genannte Bolivarianische Prozess in Venezuela ein wiederkehrendes Thema meiner Arbeit.

Meine Arbeit nimmt im Kunstfeld ihren Ausgangspunkt, aber zur gleichen Zeit möchte ich darüber hinausgehen und meine Arbeit nicht ausschließlich darauf beschränken. Daher sind meine Filme etwa für Präsentationen von AktivistInnen verfügbar. Die Mehrzahl der Vorführungen meiner drei Filme zur Anti-Globalisierungsbewegung oder der drei Filme zu den politischen Prozessen in Venezuela sind nicht mit der Kunstszene verbunden. In meiner Arbeit verschwimmen daher die Grenzen zwischen Kunst und Aktivismus. Als Teil meiner künstlerischen Praxis entstehen auch Poster, großflächige Plakate, Plakatobjekte, und Magazine, die direkt in öffentliche städtische Räume intervenieren und politische Themen mit unterschiedlichen Methoden adressieren. Die Arbeiten versuchen, fortschrittliche soziale Prozesse zu unterstützen und einen Beitrag zur Änderung der Gesellschaft zu leisten.

Gesellschaftliche Veränderung kann nur in Kooperation mit anderen Menschen erreicht werden; dieser Umstand spiegelt sich auch in meiner Arbeitspraxis wider. In den letzten Jahren habe ich mit den KünstlerInnen Zanny Begg (Sydney), Ines Doujak (Wien), Martin Krenn (Wien),  Gregory Sholette (New York) und David Thorne (Los Angeles) und mit dem Politikwissenschaftler Dario Azzellini (Caracas/Berlin) an Projekten zusammengearbeitet.

Einzelausstellungen und Projekte (Auswahl)

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

 

Videofestivals und Videopräsentationen (Auswahl)

Filmografie

Künstlerpublikationen / Bücher

Kuratierte Ausstellungen

Lehrtätigkeiten und Workshops in Universitäten (Auswahl)

Artists Residencies

Ausgewählte weitere Tätigkeiten