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	<title>Installations, videos and projects in public space &#187; Projekte</title>
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	<description>by Oliver Ressler</description>
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		<title>The Bull Laid Bear</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 16:45:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Film von Zanny Begg &#38; Oliver Ressler, 24 Min., 2012
„Wenn du z.B. in eine überfüllte U-Bahn gehst und sagst: ‚Ich werde mich in die Luft sprengen’ und jemanden um Geld erpresst, findest du wahrscheinlich Leute, die eine Menge Geld dafür bezahlen, dass du dich nicht in die Luft sprengst. Die Banken […] liefen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/The_Bull_Laid_Bear_01.jpg"><img class="aligncenter" title="The_Bull_Laid_Bear_01" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/The_Bull_Laid_Bear_01-220x123.jpg" alt="" width="231" height="128" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/The_Bull_Laid_Bear_04.jpg"><img class="aligncenter" title="The_Bull_Laid_Bear_04" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/The_Bull_Laid_Bear_04-220x123.jpg" alt="" width="231" height="128" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/The_Bull_Laid_Bear_05.jpg"><img class="aligncenter" title="The_Bull_Laid_Bear_05" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/The_Bull_Laid_Bear_05-220x123.jpg" alt="" width="231" height="128" /></a></p>
<p>Ein Film von Zanny Begg &amp; Oliver Ressler, 24 Min., 2012</p>
<p><em>„Wenn du z.B. in eine überfüllte U-Bahn gehst und sagst: ‚Ich werde mich in die Luft sprengen’ und jemanden um Geld erpresst, findest du wahrscheinlich Leute, die eine Menge Geld dafür bezahlen, dass du dich nicht in die Luft sprengst. Die Banken […] liefen in der Tat die ganze Zeit wie lebende Zeitbomben durch die Gegend.&#8221; Yves Smith, „The Bull Laid Bear”</em></p>
<p>Im zweiten gemeinsamen Film von Zanny Begg (Sydney) und Oliver Ressler (Wien) geht es um die Finanz- und Wirtschaftskrise nach 2008. „The Bull Laid Bear“ legt die ökonomische Rezession (Bear Market) offen, die sich hinter Phasen anhaltender Kursgewinne (Bull Markets) verbirgt. Der Film macht sich über einige Rechtfertigungen für Bankenrettungen und Sparpakete lustig und untersucht, wie es Regierungen in den Vereinigten Staaten und anderen Staaten wie Irland gelang, eine Bankenkrise in eine Haushaltskrise zu transformieren.</p>
<p>„The Bull Laid Bear“ basiert auf einer Reihe von Interviews mit US-ÖkonomInnen und AktivistInnen, wie William K. Black, einem Kriminologen für Wirtschaftsverbrechen; Yves Smith, der Autorin des Blogs „Naked Capitalism“; Tiffiniy Cheng, Koordinatorin der Kampagne „A New Way Forward“ und dem Co-Direktor des wirtschaftspolitischen Forschungsinstituts in Amherst, MA, Gerald Epstein. Das Material dieser vier Interviews wurde mit handgezeichneten Animationen verwoben, um eine scheinbar fiktive kriminelle Welt von Gangster-Bänkern und korrupten Gerichten zu zeigen.</p>
<p>Die Performerin Singing Sadie stellt den Soundtrack für den Film und singt eine zeitgenössische Neuinterpretation von Billie Holidays anklagendem Klassiker „God Bless The Child“.</p>
<p>„The Bull Laid Bear“ hinterfragt unseren kollektiven Glauben an die Finanzmärkte, versucht die Verantwortlichen für die Finanzkrise 2008 ausfindig zu machen und beschäftigt sich mit der zunehmenden wirtschaftlichen Krise in Europa.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="kleiner">Konzept, Schnitt, Produktion: Zanny Begg &amp; Oliver Ressler</span><br />
<span class="kleiner">Animation und Zeichnungen: Zanny Begg</span><br />
<span class="kleiner">Interviews und Kamera: Oliver Ressler</span><br />
<span class="kleiner">Musik: Singing Sadie</span><br />
<span class="kleiner">Klavier: Mick Hana</span><br />
<span class="kleiner">Weitere Musik: Captain Ahab</span><br />
<span class="kleiner">Kamera Singing Sadie: Arunas Klupsas</span><br />
<span class="kleiner">Sound Singing Sadie: Jon Hunter</span><br />
<span class="kleiner">Ton- und Bildbearbeitung: Rudi Gottsberger</span><br />
<span class="kleiner">Herzlichen Dank an Nancy Folbre, Brian Holmes, Jon Hunter, Pascal Jurt, Arunas Klupsas und Singing Sadie.</span><br />
<span class="kleiner">Förderungen: Kulturamt der Steiermärkischen Landesregierung; New Work Grant, Australia Council for the Visual Arts</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/The_Bull_Laid_Bear_12.jpg" alt="media" /><br />

<p><span class="kleiner">6-minütiger Ausschnitt aus dem Film</span></p>
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		<title>Resist to Exist</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 06:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Projekt „Resist to Exist“ besteht aus zwei Elementen, die nebeneinander in Sichtweite von der S-Bahn Station Bispebjerg in Kopenhagen präsentiert werden.
Das erste Element der Intervention ist ein freistehendes Plakat der Größe 366 x 244 cm, das ein fotografisches Bild von eingezäunten Containern des Schifffahrts- und Erölkonzerns Maersk zeigt. Maersk ist der größte dänische Konzern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Resist_to_Exist_Copenhagen_01.jpg"><img title="SONY DSC" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Resist_to_Exist_Copenhagen_01-220x146.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Billboard_Resist_to_Exist.jpg"><img title="SONY DSC" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Billboard_Resist_to_Exist-220x146.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Resist_to_Exist_Copenhagen_06.jpg"><img title="SONY DSC" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Resist_to_Exist_Copenhagen_06-220x146.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a></p>
<p>Das Projekt „Resist to Exist“ besteht aus zwei Elementen, die nebeneinander in Sichtweite von der S-Bahn Station Bispebjerg in Kopenhagen präsentiert werden.</p>
<p>Das erste Element der Intervention ist ein freistehendes Plakat der Größe 366 x 244 cm, das ein fotografisches Bild von eingezäunten Containern des Schifffahrts- und Erölkonzerns Maersk zeigt. Maersk ist der größte dänische Konzern und der weltweit größte Betreiber von Container-Schifffahrt. Container sind maßgeblich für den Transport von Waren rund um den Globus und daher unabdingbar für die Aufrechterhaltung des kapitalistischen Weltmarkts. Große Teile des Zauns auf dem Bild sind zerstört, als ob sie in einer Aufruhr herausgebrochen wurden.</p>
<p>Dieses Plakat wird durch einen 12 Meter langen Zaun ergänzt, der in der Nähe des Plakats platziert wurde. Es scheint der auf dem Plakat abgebildete herausgebrochene Zaun zu sein. Der Zaun wurde mit Betonblöcken unterlegt, so dass er ein bisschen höher als das Bodenniveau ist. Diese metallene Struktur kann als Rost für einen großen Grill benutzt werden, der der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht wird. Der Zaun, der kürzlich noch die Grenze zwischen einem transnationalen Konzern und der Öffentlichkeit bestimmte, wurde in etwas Gemeinsames („Commons“) transformiert – in etwas Erfreuliches, Praktisches und Sinnvolles, wo Menschen zusammentreffen können. Es entsteht das Bild der Enteignung der „Republik des Eigentums“ durch die „Multitude der Armen“, die „im Zentrum des Projekts der revolutionären Transformation“ auftritt[1].</p>
<p>Nach dem Sozialwissenschaftler David Harvey sei es die zentrale Errungenschaft des Neoliberalismus gewesen, Reichtum und Einkommen umzuverteilen, und nicht zu generieren. In dieser „Akkumulation durch Enteignung“ wird bestehender Reichtum von transnationalen Konzernen überall auf der Welt in Besitz genommen, üblicherweise den Armen oder dem öffentlichen Sektor entzogen, mit legalen oder illegalen Mitteln, zumeist aber in Situationen, in denen die Grenzen der Legalität nicht eindeutig zu bestimmen sind.[2] Das Plakat imaginiert die Wiederaneignung dieses ehemals enteigneten Reichtums, einen Versuch, ihn wieder zurückzugewinnen.</p>
<p>Das Projekt „Resist to Exist“ wendet Aktivitäten an, die die ProtagonistInnen sozialer Bewegungen wie die <em>Piqueteros</em> in den Aufständen während der Krise in Argentinien 2001 praktiziert haben. Für sie wurde das Zerstören von Zäunen und deren Wiederverwendung als Gerätschaften, um Essen zuzubereiten, zu einem Akt des Überlebens. Um zu existieren, wurden die Grenzen zu dem, was als unverrückbar schien, aufgebrochen.</p>
<p>Das Projekt in Kopenhagen findet auf einem ehemaligen Bahnareal statt, das die AnwohnerInnen zwischen 2002 und 2007 in einen Park (mit Grillstellen) und Kultureinrichtungen entsprechend ihrer Bedürfnisse zu transferieren versuchten; aber ihre Anliegen wurden von der Stadtverwaltung nicht berücksichtigt. Das Areal grenzt außerdem an das Føtex Einkaufszentrum an, eines von vielen Tochterunternehmen von Maersk.</p>
<p>„Resist to Exist“ verfolgt die Frage, ob eine aktivistische Praxis, die in einer bestimmten historischen Situation zur Anwendung kam, neue Relevanz in der momentanen Situation erhalten kann, in der nicht ein einzelner Staat, sondern das gesamte kapitalistische System in der Krise steckt.</p>
<p>Das Projekt wird vom 30. Juli, an dem es mit einem gratis Grillessen um 15:00 Uhr eröffnen wird, bis zum 21. August 2011 stattfinden. In diesem Zeitraum ist es rund um die Uhr für Treffen und als Grillplatz zugänglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="kleiner">Das Projekt wurde während einer artist’s residency bei <a href="http://www.astrid-noack.dk" target="_blank">ANA – Astrid Noacks Atelier</a> in Kopenhagen im Juli 2011 durchgeführt und von Statens Kunstråd, Nørrebro Lokaludvalg und BM:UKK unterstützt.</p>
<p class="kleiner">Credits: Kirsten Dufour (ANA, YNKB), Katrine Skovgaard (ANA), Biba Fibiger, Andreas Lykke Jensen, Inger Kærgaard, John Jordan, Bjørn O. und Katarzyna Winiecka.</p>
<p class="kleiner">Videodokumentation: Kamera: Katarzyna Winiecka, Kirsten Dufour; Fotografin des vandalisierten Ortes: Inger Kærgaard; Musik, Sounddesign &amp; Schnitt: Rudi Gottsberger</p>
<p class="kleiner"> <br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Resist_to_Exist_Videostill.jpg" alt="media" /><br />
</p>
<div class="kleiner">[1] Antonio Negri and Michael Hardt: Common Wealth, Frankfurt, 2010, S. 54<br />
[2] ebenda, S. 245</div>
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		<title>We Have a Situation Here</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 13:29:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Fotoserie]]></category>

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		<description><![CDATA[
„We have a situation here“ ist ein Standardsatz, mit dem im Katastrophenfilm ein Darsteller ein herausforderndes Szenario einleitet. Das Szenario auf den drei Fotografien zeigt übereinander liegende Menschen, die durch ihre Kleidung als Manager, Polizisten und Soldaten erkennbar sind.
Die Haufen von Managern, Polizisten und Soldaten vermitteln den Eindruck eines Nicht-Mehr-Gebraucht-Werdens dieser zentralen Akteure der Ausübung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/We_Have_a_Situation_Here-Manager_web.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1792" title="We_Have_a_Situation_Here-Manager_web" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/We_Have_a_Situation_Here-Manager_web-220x157.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/We_Have_a_Situation_Here_Police_web.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1793" title="We_Have_a_Situation_Here_Police_web" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/We_Have_a_Situation_Here_Police_web-220x157.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/We_Have_a_Situation_Here-Soldiers_web1.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1795" title="We_Have_a_Situation_Here-Soldiers_web" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/We_Have_a_Situation_Here-Soldiers_web1-220x157.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a></p>
<p>„We have a situation here“ ist ein Standardsatz, mit dem im Katastrophenfilm ein Darsteller ein herausforderndes Szenario einleitet. Das Szenario auf den drei Fotografien zeigt übereinander liegende Menschen, die durch ihre Kleidung als Manager, Polizisten und Soldaten erkennbar sind.</p>
<p>Die Haufen von Managern, Polizisten und Soldaten vermitteln den Eindruck eines Nicht-Mehr-Gebraucht-Werdens dieser zentralen Akteure der Ausübung von Herrschaft. Ihr Spiel ist zu Ende.<br />
Manager großer Konzerne machen seit Jahrzehnten ihren Einfluss geltend, die globale Ökonomie zum Vorteil ihrer Unternehmen und auf Kosten von Umwelt-, Sozial- und Arbeitsstandards umzubauen, wodurch ganze Regionen in Armut versinken. „Das Verbrechen ist kein Auswuchs mehr, der sich am Rand der legalen ökonomischen Aktivität abspielt, sondern es ist die grundlegende Aktivität des postindustriellen Wirtschaftssystems, innerhalb dessen die kulturellen und ethischen Verankerungen der traditionellen Bourgeoisie abhanden gekommen sind“, schreibt der italienische Philosoph Franco Berardi Bifo (1). Spätestens seit der Krise 2008 – und wie diese von den Eliten gemanagt wird – verlieren die Menschen auch im Zentrum des Kapitalismus massiv an Vertrauen in das Gesellschaftssystem und dessen RepräsentantInnen. Laut einer von Polis/Sinus für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführten Umfrage zweifelt mittlerweile jeder dritte deutsche Staatsbürger an der Effizienz der repräsentativen Demokratie. (2)<br />
Trotzdem, oder gerade deswegen, bleibt es die primäre Funktion der Polizei, die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten, was nichts anderes bedeutet, als die bestehenden Herrschaftsverhältnisse abzusichern und jegliche Bestrebung nach Transformation zunichte zu machen. „Wenn Herrschaft immer ein Prozess bewaffneten Raubs ist, dann besteht die Eigenart des Kapitalismus darin, dass die bewaffnete Person neben der Person steht, die den Diebstahl begeht, und nur überwacht, dass der Raub in Übereinstimmung mit dem Gesetz durchgeführt wird“, meint John Holloway. (3)<br />
Dem Militär kommt die Funktion zu, die globalen Herrschaftsverhältnisse nach Außen hin abzusichern, von der Sicherung der Rohstoffversorgung, die sich oft direkt gegen die Interessen der Mehrheit der in den rohstoffreichen Staaten lebenden Menschen richtet, bis zur Umsetzung von Abschottungspolitiken.</p>
<p>In den drei Fotografien „We Have a Situation Here“ liegen Manager, Polizei und Militär danieder. Die bestehende Ordnung gerät ins Wanken, die Gedanken nehmen einen freien Lauf:<br />
<span class="liste_ohne_punkte">Ist eine Gesellschaft ohne Manager, Polizei oder Militär vorstellbar, und wenn, auch wünschenswert?</span><br />
<span class="liste_ohne_punkte">Kann die Position des Managers wieder auf das simple Verwalten einer Firma zurückgestutzt werden, mit der keine sonderliche Macht über andere Menschen verbunden ist?</span><br />
<span class="liste_ohne_punkte">Ist ein Neustart der Wirtschaft und ihre Unterordnung unter die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung vorstellbar?</span><br />
<span class="liste_ohne_punkte">Kann die Etablierung neuer Ordnungsorgane, die direkt von den Menschen eingesetzt und demokratisch von diesen kontrolliert werden, funktionieren?</span><br />
<span class="liste_ohne_punkte">Woher soll das notwendige Personal für einen gesellschaftlichen Umbau kommen?</span></p>
<p>Diese und ganz andere Fragen können durch die drei Fotografien ausgelöst werden, die auf einer zentralen Gebäudefassade in der Innenstadt in Novi Sad (Trg Slobode 4) als großformatige Digitaldrucke installiert sind.</p>
<p class="kleiner">Im Rahmen des Projekts „…by the way…“ im <a href="http://www.msuv.org/" target="_blank">Museum für zeitgenössische Kunst der Vojvodina</a> und im öffentlichen Raum in Novi Sad (Serbien)</p>
<p class="kleiner">Fotografin: Anja Manfredi<br />
Unterstützung: <a href="http://www.oeffentlichekunststeiermark.at" target="_blank"> Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark</a>; <a href="http://www.artragallery.com" target="_blank">Artra Galleria</a>, Mailand; Kunstraum Bernsteiner, Wien</p>
<p><span class="kleiner">Anmerkungen</span><br />
<span class="kleiner">(1) Franco Berardi Bifo, Arbeit Wissen Prekarität, Kulturrisse 02/2005</span><br />
<span class="kleiner">(2) Florian Rötzer, Demokratie überzeugt nicht mehr, Telepolis, 30.06.2008,</span><br />
<span class="kleiner">(3) John Holloway, Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen, Münster: Westfälisches Dampfboot, 2004, S. 46</span></p>
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		<title>Too Big to Fail</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 15:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Wandtext]]></category>

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		<description><![CDATA[
Im Rahmen von „Nach Demokratie“ im Kunstraum Niederösterreich
„Too big to fail“ – so schätzen PolitikerInnen in Zeiten der Wirtschaftskrise Banken ein und versuchen damit, die Rettung der Banken mittels öffentlicher Gelder zu rechtfertigen. Denn die Banken sind „systemrelevant“; geht es ihnen schlecht, so ist das kapitalistische System bedroht.
In der Arbeit „Too Big to Fail“ werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Too_Big_to_Fail_Kunstraum_NÖ_02.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1728" title="SONY DSC" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Too_Big_to_Fail_Kunstraum_NÖ_02-220x146.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Too_Big_to_Fail_Kunstraum_NÖ_01.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1729" title="SONY DSC" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Too_Big_to_Fail_Kunstraum_NÖ_01-220x146.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Too_Big_to_Fail_Kunstraum_NÖ_05.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1730" title="SONY DSC" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Too_Big_to_Fail_Kunstraum_NÖ_05-220x146.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a></p>
<p>Im Rahmen von „Nach Demokratie“ im <a href="http://www.kunstraum.net/kunstraum/content/ausstellungen/aktuell?set_language=de" target="_blank">Kunstraum Niederösterreich</a></p>
<p>„Too big to fail“ – so schätzen PolitikerInnen in Zeiten der Wirtschaftskrise Banken ein und versuchen damit, die Rettung der Banken mittels öffentlicher Gelder zu rechtfertigen. Denn die Banken sind „systemrelevant“; geht es ihnen schlecht, so ist das kapitalistische System bedroht.</p>
<p>In der Arbeit „Too Big to Fail“ werden die vier Worte „too big to fail“ auf der 16,85 Meter langen Wand des Kunstraum Niederösterreich installiert. Die Buchstaben des Textes sind aus einem Foto gebildet, das Menschen auf einer Demonstration zeigt. Es stammt von einer der Demonstrationen, die unter dem Motto „Wir zahlen nicht für eure Krise“ am 28. März 2009 in zahlreichen Städten stattgefunden haben. Mit diesen Demonstrationen wurde die massive Umverteilung von öffentlichem Eigentum von unten nach oben abgelehnt, wie es die Nationalstaaten im Zuge der angeblichen Krisenbekämpfung praktizieren. Während die Banken mit Milliarden überschüttet werden, wird bei der Allgemeinheit umso kräftiger gespart. Im Gegensatz zu Banken werden Menschen in Armut nicht gerettet. Ihr Elend und ihre Unzufriedenheit bedrohen das System nicht.</p>
<p>„Too Big to Fail“ fasst den Wunsch in ein Bild, dass die globalen Bewegungen für eine demokratische Transformation „systemrelevant“ und ein nicht mehr zu ignorierender Akteur werden.</p>
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		<title>Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?</title>
		<link>http://www.ressler.at/de/socialism_failed/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 12:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Film/Installation]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Projekt von Oliver Ressler
Das Projekt „Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?” (Der Sozialismus ist gescheitert, der Kapitalismus ist bankrott. Was kommt als Nächstes?) konzentriert sich auf die politische und ökonomische Situation der Republik Armenien, einem Nachfolgestaat der Sowjetunion. Das Projekt artikuliert sich in zwei verschiedenen Formaten: Im Kurzfilm „Socialism Failed, Capitalism is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Krakow_Bunkier_14.jpg"><img title="SONY DSC" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Krakow_Bunkier_14-220x145.jpg" alt="" width="244" height="145" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_31.jpg"><img title="Socialism_Failed_Bangladesh_31" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_31-220x123.jpg" alt="" width="230" height="140" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_58.jpg"><img title="Socialism_Failed_Bangladesh_58" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_58-220x123.jpg" alt="" width="230" height="140" /></a></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ein Projekt von Oliver Ressler</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Das Projekt „</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?” (</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der Sozialismus ist gescheitert, der Kapitalismus ist bankrott. Was kommt als Nächstes?) konzentriert sich auf die politische und ökonomische Situation der Republik Armenien, einem Nachfolgestaat der Sowjetunion. Das Projekt artikuliert sich in zwei verschiedenen Formaten: Im Kurzfilm „</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">“ (19 min., 2010) und in der 2-Kanal Videoinstallation, die mit einer Foto-basierten Arbeit am Fußboden vervollständigt wird.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der Film „</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">“ wurde im Sommer 2010 im größten Bazar von Jerewan aufgenommen, der „Bangladesch“ genannt wird. Im Bazar „Bangladesh“ versuchen täglich mehr als 1000 Personen als HändlerInnen ihr Überleben zu meistern, doch ein/e durchschnittliche/r Verkäufer/in verdient nicht mehr als 100 bis 250 Euro pro Monat. Im Film erzählen die Kaufleute des Markts von ihrem Kampf ums Überleben in der Krise eines post-sozialistischen Staates, in dem der Großteil aller Fabriken der Sowjetzeit geschlossen und das soziale Sicherheitsnetz aufgelöst wurde. Die MarkthändlerInnen, meist ehemalige FabriksarbeiterInnen, schildern die Verschlechterung ihrer Lebenssituation nach dem Ende der Sowjetunion und sprechen von ihren Hoffnungen und Erwartungen im Hinblick auf soziale Veränderung. Während sie in Not leben, arbeitet eine kleine, aber äußerst einflussreiche Schicht korrupter Politiker und superreicher Oligarchen mit internationalen Unternehmen zusammen, um sich an der Übertragung von Staatseigentum und Bergbaulizenzen zu bereichern.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Levon Yeremyan, ein ehemaliger Mathematikprofessor, der jetzt als Händler im Bazar „Bangladesh“ überlebt, stellt fest: „95 Prozent der Leute arbeiten für einen Mindestlohn, der im Vergleich zu europäischen Standards lächerlich gering ist, und die anderen 5 Prozent leben wie die arabischen Scheichs.“ Die meisten Leute würden dieser Beschreibung vom großen Abstand zwischen den verarmten Massen und den Oligarchen in Armenien sicherlich zustimmen. Diese enorme Kluft widerspricht den geschönten offiziellen Angaben. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Im Rahmen des Projekts entstand auch eine Foto-basierte Arbeit in der Form Armeniens mit einer Größe von drei Metern Durchmesser. Die Arbeit ist für den Fußboden konzipiert und liefert eine Visualisierung der extremen Ungleichverteilung des Reichtums.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">In der 2-Kanal Videoinstallation wird das „Bangladesh“ Video mit einem (stummen) Video kombiniert, das auf ehemalige Sowjetfabriken in Jerewan fokussiert, die entweder geschlossen wurden, mit verringerter Kapazität produzieren, oder aber zu etwas anderem umgewandelt wurden. Jede Fabrik wurde in einer einzigen 20 Sekunden dauernden Einstellung gefilmt, die mit folgenden Informationen ergänzt wird: Name der Fabrik, Art der Produktion, Zeitpunkt der Schließung, gegenwärtige Besitzverhältnisse und jetzige Verwendung. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li class="liste_ohne_punkte"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Konzept, Kamera, Tonaufnahme, Videoschnitt und Produktion: Oliver Ressler</span></span></li>
<li class="liste_ohne_punkte"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Interviews, Übersetzung und Schnittassistenz: Arpineh Galfayan</span></span></li>
<li class="liste_ohne_punkte"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Tonmischung und Farbkorrektur: Rudi Gottsberger</span></span></li>
<li class="liste_ohne_punkte"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Fabriksrecherche: Nora Galfayan, Vahe Budumyan</span></span></li>
</ul>
<p class="kleiner"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Das Projekt wurde verwirklicht während eines Aufenthaltes in Jerewan im Rahmen des Projekts „Eat and Work“ unter der Leitung von Anna Barseghian mit der Unterstützung von </span></span><a href="http://www.utopiana.info/" target="_blank">Utopiana</a> und BM:UKK.</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_SD_16_9_web_klein.jpg" alt="media" /><br />

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		<title>Comuna im Aufbau</title>
		<link>http://www.ressler.at/de/comuna_under_construction/</link>
		<comments>http://www.ressler.at/de/comuna_under_construction/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 19:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[


Ein Film von Dario Azzellini &#38; Oliver Ressler, 94 Min., 2010
„Wir müssen selbst entscheiden, was wir wollen. Wir sind diejenigen, die die Bedürfnisse kennen und wissen, was in unserer Community los ist“, erklärt Omayra Pérez selbstbewusst. Sie will ihre Community eines an den Hängen von Caracas gelegenen Armutsviertels davon überzeugen, einen Consejo Comunal (Kommunalen Rat) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_52.jpg"><img title="Comuna_Under_Construction_52" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_52-220x123.jpg" alt="" width="244" height="140" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_77.jpg"><img title="Comuna_Under_Construction_77" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_77-220x123.jpg" alt="" width="244" height="140" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_114.jpg"><img title="Comuna_Under_Construction_114" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_114-220x123.jpg" alt="" width="244" height="140" /></a></li>
</ul>
<p>Ein Film von Dario Azzellini &amp; Oliver Ressler, 94 Min., 2010</p>
<p>„Wir müssen selbst entscheiden, was wir wollen. Wir sind diejenigen, die die Bedürfnisse kennen und wissen, was in unserer Community los ist“, erklärt Omayra Pérez selbstbewusst. Sie will ihre Community eines an den Hängen von Caracas gelegenen Armutsviertels davon überzeugen, einen Consejo Comunal (Kommunalen Rat) zu gründen. In über 30.000 Consejos Comunales entscheiden die BewohnerInnen Venezuelas selbst kollektiv in Versammlungen über viele Belange ihres Umfeldes. Omayra erhält Unterstützung von den AktivistInnen des „Emiliano Hernández“, einem Armenviertel in unmittelbarer Nähe, das bereits seit drei Jahren einen Consejo Comunal hat. Dort gelang es den BewohnerInnen, eine Ärztin aus dem Regierungsprogramm „Barrio Adentro“ in ihr Viertel zu holen, die alle kostenlos behandelt. Sie bekamen Gelder, um ihre Häuser selber zu renovieren und ersetzten ein Dutzend Wellblechhütten durch neue Häuser. Dies und viel mehr wurde über den Consejo Comunal organisiert. In einer lokalen Selbstorganisierung von unten werden Arbeitsgruppen zu verschiedenen, selbst bestimmten Themen gebildet und Entscheidungen in Basisversammlungen getroffen.</p>
<p>Mehrere Consejos Comunales können sich zu einer Comuna und schließlich zu einer Kommunalen Stadt zusammenschließen. Der Film „Comuna im Aufbau“ geht dieser Entwicklung in den Armenvierteln an den Hängen von Caracas und auf dem Land, in den weitläufigen, wasserdurchzogenen Ebenen von Barinas, nach. Die Räte werden von unten, parallel zu den bestehenden Institutionen aufgebaut und sollen durch die Selbstregierung den bestehenden Staat überwinden. „Auch wenn wir jetzt ganz sicher die offiziellen Organe brauchen, müssen wir morgen auf Grund unserer Entwicklung unabhängig sein. Wir können nicht für immer ausschließlich vom Staat abhängig sein“, erinnert Ramon Virigay von der unabhängigen Bauernorganisation Frente Nacional Campesino Ezequiel Zamora (FNCEZ) auf einer Versammlung zum Aufbau der kommunalen Stadt „Antonio José de Sucre“ die Delegierten der beteiligten Consejos Comunales. Daher sollen die Räte auch eigene Produktions- und Vertriebsstrukturen aufbauen und so eine Autonomie möglich machen.</p>
<p>Zentrales Element des Films „Comuna im Aufbau“ sind die Versammlungen. Der Film beginnt im gut organisierten Consejo Comunal Emiliano Hernández in einem Armenviertel von Caracas, gibt danach Einblicke in die Versuche, im ländlichen Barinas Comunas und eine kommunale Stadt aufzubauen, und endet schließlich in Petare, einem riesigen Armenviertel im Ballungsraum Caracas, wo 29 Consejos Comunales dabei sind, die Comuna von Maca aufzubauen.</p>
<p>Staat und Autonomie in Einklang bringen, ist das überhaupt möglich? Die SprecherInnen der Consejos Comunales wissen alle von guten wie schlechten Erfahrungen mit den Institutionen zu berichten. „Dank der Inkompetenz der staatlichen Institutionen verlieren wir an Glaubwürdigkeit“, wirft die Basisaktivistin Yusmeli Patiño in einer Versammlung in Petare einem hohen Regierungsvertreter vor. Genauso gibt es aber auch MitarbeiterInnen von Institutionen, die alles tun, um die Basis in ihren eigenen Entscheidungen zu begleiten. Das Verhältnis zwischen Basis und Institutionen ist von Kooperation und Konflikt geprägt. Aber auch intern haben die Consejos Comunales Schwierigkeiten; Partizipation will gelernt sein. Fortschritte und Rückschläge prägen den schwierigen Prozess, tatsächlich die Macht der Entscheidung über das eigene Leben und das Umfeld zu erlangen.</p>
<p><span class="kleiner">Der Film ist in der spanischen Originalfassung, mit deutschen oder englischen Untertiteln verfügbar.</span></p>
<ul>
<li class="kleiner">Konzept, Schnitt, Realisation: Dario Azzellini &amp; Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Kamera: Volkmar Geiblinger, Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Ton, Tonbearbeitung, Schnittberatung: Rudi Gottsberger</li>
<li class="kleiner">Produktionsassistenz: Adriana Rivas</li>
<li class="kleiner">Bildbearbeitung: Markus Koessl, David Grohe</li>
<li class="kleiner">Förderungen: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur; Kulturabteilung der Stadt Wien; Stiftung Umverteilen; Rosa Luxemburg Stiftung; Solifond der Hans Böckler Stiftung; Fraktion die Linke im EU-Parlament; Bundestagsfraktion die Linke; Netzwerk e.V.</li>
</ul>
<ul class="kleiner">
<li class="kleiner">Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 Austria License</li>
</ul>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Barinas_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>12-minütiger Ausschnitt aus dem Film (Antonio José de Sucre, Kommunale Stadt im Aufbau, Barinas)</p>
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		<title>What Is Democracy?</title>
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		<comments>http://www.ressler.at/de/what_is_democracy_film/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 17:16:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[


Ein Film von Oliver Ressler, 118 Min., 2009
„What is democracy?“ („Was ist Demokratie?“) ist nicht eine Frage, sondern sind eigentlich zwei Fragen. Es ist zum einen die Frage nach der dominierenden Form der Demokratie, der parlamentarisch repräsentativen Demokratie, die im Film kritisch diskutiert wird. Zum anderen ist es die Frage, wie ein demokratischeres System aussehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_28.jpg"><br />
</a></p>
<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_11.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1421" title="WID_11" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_11-220x123.jpg" alt="" width="244" height="140" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_07.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1420" title="WID_07" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_07-220x123.jpg" alt="" width="244" height="140" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_28.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1419" title="WID_28" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_28-220x123.jpg" alt="" width="244" height="143" /></a></p>
<p>Ein Film von Oliver Ressler, 118 Min., 2009</p>
<p>„What is democracy?“ („Was ist Demokratie?“) ist nicht <em>eine</em> Frage, sondern sind eigentlich <em>zwei</em> Fragen. Es ist zum einen die Frage nach der dominierenden Form der Demokratie, der parlamentarisch repräsentativen Demokratie, die im Film kritisch diskutiert wird. Zum anderen ist es die Frage, wie ein demokratischeres System aussehen könnte und welche organisatorische Form es annehmen könnte.</p>
<p>Im Rahmen des Projekts wurde die Frage „Was ist Demokratie?“ zahlreichen AktivistInnen und politischen AnalystInnen in 15 Städten in der Welt gestellt; in Amsterdam, Berkeley, Berlin, Bern, Budapest, Kopenhagen, Moskau, New York, Rostock, San Francisco, Sydney, Taipeh, Tel Aviv, Thessaloniki and Warschau. Die Interviews wurden seit dem Januar 2007 auf Video aufgenommen. Obwohl allen GesprächspartnerInnen dieselbe Frage gestellt wurde, ist das Resultat eine Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven und Ansichten von Menschen, die in Staaten leben, die üblicherweise als „Demokratien“ bezeichnet werden.</p>
<p>Dieser Pool an Interviews bildet die Basis für einen Film in acht Abschnitten, der eine Art globale Analyse über die tiefe politische Krise des westlichen Demokratiemodells (re)präsentiert. In einem der Videos erläutert Adam Ostolski (Warschau), dass „der moderne Demokratiebegriff von Anfang an mit dem Fortschrittsgedanken verbunden“ war und parlamentarische Staaten „eine Tendenz [zeigten] immer demokratischer zu werden, indem immer neue Typen politischer Akteure, neue Gruppen wie Arbeiterschaft und Frauen usw. usf. miteinbezogen wurden. […] Doch seit den 1980ern, seit dem Aufkommen des neoliberalen Trends in Politik und Wirtschaft, bildet sich die Demokratie zurück.“ Für Lize Mogel (New York) hat sich die Situation so geändert, dass, wenn man heute „an repräsentative Demokratie denkt, man nicht zwangsläufig an Individuen [denkt], die repräsentiert werden, sondern eher an Kapital, das repräsentiert wird.“ Nikos Panagos (Thessaloniki) argumentiert sogar, „dass Repräsentation und Demokratie zwei miteinander unvereinbare Begriffe sind. Daher kann man das gegenwärtige System unter keinen Umständen eine Demokratie nennen. Es ist bloß eine raffinierte Form der Oligarchie.“ Während in den Videos Ideen von direkter Demokratie oder die Entscheidungsfindungsprozesse in indigenen Gesellschaften ausgeführt werden, wirft David McNeill (Sydney) die Frage auf, ob es denn überhaupt Sinn mache, „weiterhin um das Recht [zu kämpfen], den Begriff Demokratie für sich zu beanspruchen und definieren zu dürfen“, oder ob er „von den Konservativen, die ihn für sich beansprucht haben, schon so korrumpiert und beschmutzt worden [ist], dass es besser sei, sich geschlagen zu geben und sich auf die Suche nach geeigneteren Formen der Beschreibung dessen zu machen, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen.“</p>
<p>Der Film diskutiert den umkämpften Begriff der „Demokratie“, der von den Machthabern für die Aufrechterhaltung der Ordnung missbraucht wird, während „Demokratie“ zugleich jenes Ideal repräsentiert, das hunderte Millionen Menschen im globalen Süden verzweifelt zu erreichen versuchen. Heute scheint es daher fast unmöglich zu sein, gegen „Demokratie“ zu sein, obgleich sie immer leerer wird. Eine mögliche Strategie könnte es daher sein, den Begriff „Demokratie“ mit neuer Bedeutung zu füllen. In diesem Sinne präsentiert die Installation einen vielschichtigen Diskurs über Demokratie, der ein breites Spektrum von Meinungen zum Ausdruck bringt, die über die Grenzen von Nationalstaaten oder Kontinenten hinausgehen.</p>
<p>Der Film ist in acht Abschnitte gegliedert: „Repräsentation überdenken“, „Ausschließungspolitiken“, „Geheimhaltung anstelle von demokratischer Transparenz“, „Neue Demokratien?“, „Ist die repräsentative Demokratie überhaupt eine Demokratie?“, „Direkte Demokratie“, „Indigene Politiken wiedergewinnen“ und „Sollten wir das westliche Demokratiemodell dem Müllhaufen der Geschichte überantworten?“.</p>
<p><span class="kleiner">Konzept, Interviews, Kamera und Tonaufnahme: Oliver Ressler<br />
GesprächspartnerInnen: Kuan-Hsing Chen, Noortje Marres, Lin Chalozin Dovrat, Thanasis Triaridis, Tone Olaf Nielsen, Jo van der Spek, Cheikh Papa Sakho, Wolf Dieter Narr, Tiny a.k.a. Lisa Gray-Garcia, Joanna Erbel, Yvonne Riano, Trevor Paglen, Tadeusz Kowalik, Adam Ostolski, Boris Kagarlitsky, Michal Kozlowski, Lize Mogel, Rick Ayers, Nikos Panagos, Macha Kurzina, Gabor Csillag, Zachary Running Wolf, Jenny Munroe, David McNeill<br />
Schnitt und Produktion: Oliver Ressler<br />
Bildbearbeitung und Untertitel: David Grohe<br />
Animation: Zanny Begg<br />
Komposition und Tonbearbeitung: Rudi Gottsberger<br />
Footage: Sierpien 80 (© Telewizja Polska S.A.)<br />
Besonderer Dank gilt Louisa Avgita, Kai Bauer, Zanny Begg, Karen Bennett, Christine Boehler, Paul Chatterton, Amy Cheng, Eyal Danon, Hilla Dayan, Miklos Erhardt, Takis Fotopoulos, Frédérique Gautier, Peter Grabher, Hou Hanru, Laila Huber, Manray Hsu, Jens Kastner, Caroline Lensing-Hebben, Geert Lovink, Margarethe Makovec, Davor Miskovic, Nikos Panagos, Ted Purves, Gerald Raunig, Natalia Romik, Walter Seidl, Katharina Schlieben, Gregory Sholette, Kuba Szreder, Nora Theiss, Dmitry Vilensky, Tom Waibel<br />
Übersetzung für englische Untertitel: Harold Otto<br />
Übersetzung für deutsche Untertitel: Otmar Lichtenwörther<br />
Übersetzung für französische Untertitel: Lucile Gourraud-Beyron</span></p>
<p class="kleiner">Förderungen: ERSTE Stiftung, Kulturamt der Steiermärkischen Landesregierung, Kulturamt Stadt Graz, Otto-Mauer-Fonds, Biennale de Lyon, 2009</p>
<p class="kleiner"><br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Part_1_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />
</p>
<p>&#8220;What Is Democracy?&#8221;, Part 1 (Rethinking representation)</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Part_2_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>“What Is Democracy?”, Part 2 (Politics of exclusion)</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Part_3_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>“What Is Democracy?”, Part 3 (Secrecy instead of democratic transparency)</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Part_4_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>“What Is Democracy?”, Part 4 (New democracies?)</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Part_5_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>“What Is Democracy?”, Part 5 (Is representative democracy a democracy?)</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Part_6_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>“What Is Democracy?”, Part 6 (Direct democracy)</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Part_7_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>“What Is Democracy?”, Part 7 (Reclaiming Indigenous politics)</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Part_8_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>“What Is Democracy?”, Part 8 (Should we consign the Western democracy model to the ash heap of history?)</p>
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		<title>What Is Democracy?</title>
		<link>http://www.ressler.at/de/what_is_democracy/</link>
		<comments>http://www.ressler.at/de/what_is_democracy/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 19:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eine 8-Kanal-Videoinstallation von Oliver Ressler
„What is democracy?“ („Was ist Demokratie?“) ist nicht eine Frage, sondern sind eigentlich zwei Fragen. Es ist zum einen die Frage nach der dominierenden Form der Demokratie, der parlamentarisch repräsentativen Demokratie, die in Film kritisch diskutiert wird. Zum anderen ist es die Frage, wie ein demokratischeres System aussehen könnte und welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_14.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1469" title="WID_Biennale_de_Lyon_14" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_14-220x147.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_22.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1470" title="WID_Biennale_de_Lyon_22" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_22-220x146.jpg" alt="" width="244" height="164" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_06.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1468" title="WID_Biennale_de_Lyon_06" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_06-220x146.jpg" alt="" width="244" height="164" /></a></p>
<h4>Eine 8-Kanal-Videoinstallation von Oliver Ressler</h4>
<p>„What is democracy?“ („Was ist Demokratie?“) ist nicht <em>eine</em> Frage, sondern sind eigentlich <em>zwei</em> Fragen. Es ist zum einen die Frage nach der dominierenden Form der Demokratie, der parlamentarisch repräsentativen Demokratie, die in Film kritisch diskutiert wird. Zum anderen ist es die Frage, wie ein demokratischeres System aussehen könnte und welche organisatorische Form es annehmen könnte.</p>
<p>Im Rahmen des Projekts wurde die Frage „Was ist Demokratie?“ zahlreichen AktivistInnen und politischen AnalystInnen in 18 Städten in der Welt gestellt; in Amsterdam, Berkeley, Berlin, Bern, Budapest, Kopenhagen, London, Melbourne, Moskau, New York, Paris, Rostock, San Francisco, Sydney, Taipeh, Tel Aviv, Thessaloniki and Warschau. Die Interviews wurden seit dem Januar 2007 auf Video aufgenommen. Obwohl allen GesprächspartnerInnen dieselbe Frage gestellt wurde, ist das Resultat eine Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven und Ansichten von Menschen, die in Staaten leben, die üblicherweise als „Demokratien“ bezeichnet werden.</p>
<p>Dieser Pool an Interviews bildet die Basis für acht Videos, die in der Videoinstallation gezeigt werden. Die Installation (re)präsentiert eine Art globale Analyse über die tiefe politische Krise des westlichen Demokratiemodells. In einem der Videos erläutert Adam Ostolski (Warschau), dass „der moderne Demokratiebegriff von Anfang an mit dem Fortschrittsgedanken verbunden“ war und parlamentarische Staaten „eine Tendenz [zeigten] immer demokratischer zu werden, indem immer neue Typen politischer Akteure, neue Gruppen wie Arbeiterschaft und Frauen usw. usf. miteinbezogen wurden. […] Doch seit den 1980ern, seit dem Aufkommen des neoliberalen Trends in Politik und Wirtschaft, bildet sich die Demokratie zurück.“ Für Lize Mogel (New York) hat sich die Situation so geändert, dass, wenn man heute „an repräsentative Demokratie denkt, man nicht zwangsläufig an Individuen [denkt], die repräsentiert werden, sondern eher an Kapital, das repräsentiert wird.“ Nikos Panagos (Thessaloniki) argumentiert sogar, „dass Repräsentation und Demokratie zwei miteinander unvereinbare Begriffe sind. Daher kann man das gegenwärtige System unter keinen Umständen eine Demokratie nennen. Es ist bloß eine raffinierte Form der Oligarchie.“ Lisa Gray-Garcia (San Francisco) scheint dem zuzustimmen, wenn sie die repräsentative Demokratie als „gefakete Demokratie“ bezeichnet. Während in den Videos Ideen von direkter Demokratie oder die Entscheidungsfindungsprozesse in indigenen Gesellschaften ausgeführt werden, wirft David McNeill (Sydney) die Frage auf, ob es denn überhaupt Sinn mache, „weiterhin um das Recht [zu kämpfen], den Begriff Demokratie für sich zu beanspruchen und definieren zu dürfen“, oder ob er „von den Konservativen, die ihn für sich beansprucht haben, schon so korrumpiert und beschmutzt worden [ist], dass es besser sei, sich geschlagen zu geben und sich auf die Suche nach geeigneteren Formen der Beschreibung dessen zu machen, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen.“</p>
<p>Die 8-Kanal-Videoinstallation diskutiert den umkämpften Begriff der „Demokratie“, der von den Machthabern für die Aufrechterhaltung der Ordnung missbraucht wird, während „Demokratie“ zugleich jenes Ideal repräsentiert, das hunderte Millionen Menschen im globalen Süden verzweifelt zu erreichen versuchen. Heute scheint es daher fast unmöglich zu sein, gegen „Demokratie“ zu sein, obgleich sie immer leerer wird. Eine mögliche Strategie könnte es daher sein, den Begriff „Demokratie“ mit neuer Bedeutung zu füllen. In diesem Sinne präsentiert die Installation einen vielschichtigen Diskurs über Demokratie, der ein breites Spektrum von Meinungen zum Ausdruck bringt, die über die Grenzen von Nationalstaaten oder Kontinenten hinausgehen.</p>
<p>Die acht Videos haben die folgenden Titeln: „Repräsentation überdenken“ (16 Min.), „Ausschließungspolitiken“ (23 Min.), „Geheimhaltung anstelle von demokratischer Transparenz“ (13 Min.), „Neue Demokratien?“ (23 Min.), „Ist die repräsentative Demokratie überhaupt eine Demokratie?“ (22 Min.), „Direkte Demokratie“ (22 Min.), „Indigene Politiken wiedergewinnen“ (18 Min.) und „Sollten wir das westliche Demokratiemodell dem Müllhaufen der Geschichte überantworten?“ (13 Min.)</p>
<p>Die 8-Kanal-Videoinstallation wurde/wird in den folgenden Ausstellungen gezeigt:</p>
<p>„nochnichtmehr – Handeln im unmarkierten Raum“, <a href="http://www.boell.de">Heinrich-Böll-Stiftung</a>, Berlin (D), 09.09. – 10.10.09<br />
„The Spectacle of the Everyday“, <a href="http://www.biennaledelyon.com">Biennale de Lyon</a>, Lyon (F), 16.09.09 – 03.01.10<br />
„What Is Democracy?“, <a href="http://www.drugo-more.hr">Siz Gallery, Rijeka</a> (HR), 29.09. – 18.10.09 (Einzelausstellung)<br />
„What Is Democracy?“, <a href="http://www.acafspace.org" target="_blank">Alexandria Contemporary Arts Forum – ACAF</a>, Alexandria (ET), 12.03. &#8211; 01.04.10 (Einzelausstellung)</p>
<p class="kleiner">Konzept, Interviews, Kamera und Tonaufnahme: Oliver Ressler<br />
GesprächspartnerInnen: Kuan-Hsing Chen, Noortje Marres, Lin Chalozin Dovrat, Thanasis Triaridis, Tone Olaf Nielsen, Jo van der Spek, Cheikh Papa Sakho, Wolf Dieter Narr, Tiny a.k.a. Lisa Gray-Garcia, Joanna Erbel, Yvonne Riano, Sami Bukhari, Trevor Paglen, Tadeusz Kowalik, Adam Ostolski, Boris Kagarlitsky, Michal Kozlowski, Ilaria Vanni, Lize Mogel, Rick Ayers, Janos Kiss, Nikos Panagos, Macha Kurzina, Clare Saunders, Ewa Majewska, Gabor Csillag, Zachary Running Wolf, Jenny Munroe, Jorge Joquera, Miranda Bergman, Patrick Watkins, Abram Mahmoadi, Anja Peter, Tracey Wheatley, Ilya Eric Lee, Berenice Hernández, David McNeill<br />
2. Kamera (Video 8): Volkmar Geiblinger<br />
Schnitt und Produktion: Oliver Ressler<br />
Bildbearbeitung und Untertitel: David Grohe<br />
Animation: Zanny Begg<br />
Komposition und Tonbearbeitung: Rudi Gottsberger<br />
Footage: Sierpien 80 (© Telewizja Polska S.A.)<br />
Besonderer Dank gilt Louisa Avgita, Kai Bauer, Zanny Begg, Karen Bennett, Christine Boehler, Paul Chatterton, Amy Cheng, Eyal Danon, Hilla Dayan, Miklos Erhardt, Takis Fotopoulos, Frédérique Gautier, Peter Grabher, Hou Hanru, Manray Hsu, Jens Kastner, Caroline Lensing-Hebben, Geert Lovink, Margarethe Makovec, Davor Miskovic, Nikos Panagos, Ted Purves, Gerald Raunig, Natalia Romik, Walter Seidl, Katharina Schlieben, Gregory Sholette, Kuba Szreder, Dmitry Vilensky und Tom Waibel.<br />
Übersetzung für englische Untertitel: Harold Otto<br />
Übersetzung für deutsche Untertitel: Otmar Lichtenwörther<br />
Übersetzung für französische Untertitel: Lucile Gourraud-Beyron<br />
Förderungen: ERSTE Stiftung, Kulturamt der Steiermärkischen Landesregierung, Kulturamt Stadt Graz, Otto-Mauer-Fonds, Biennale de Lyon 2009</p>
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		<title>For A Completely Different Climate</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 14:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Ausstellungsprojekt „For A Completely Different Climate&#8221; setzt sich mit einer neu entstehenden sozialen Bewegung auseinander, die das Reagieren (bzw. Nicht-Reagieren) der Staaten und Konzerne auf den Klimawandel hinterfragt und punktuell bekämpft. Besonders mobilisierungsfähig ist diese herrschaftskritische Bewegung in Großbritannien, wo in der Nähe des östlich von London gelegenen Kohlekraftwerks Kingsnorth im August 2008 ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_05.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-684" title="for_a_completely_different_climate_05" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_05-300x198.jpg" alt="" width="244" height="164" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_35.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-682" title="for_a_completely_different_climate_35" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_35-300x199.jpg" alt="" width="244" height="167" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_52.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-683" title="for_a_completely_different_climate_52" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_52-300x199.jpg" alt="" width="244" height="171" /></a></p>
<p>Das Ausstellungsprojekt „For A Completely Different Climate&#8221; setzt sich mit einer neu entstehenden sozialen Bewegung auseinander, die das Reagieren (bzw. Nicht-Reagieren) der Staaten und Konzerne auf den Klimawandel hinterfragt und punktuell bekämpft. Besonders mobilisierungsfähig ist diese herrschaftskritische Bewegung in Großbritannien, wo in der Nähe des östlich von London gelegenen Kohlekraftwerks Kingsnorth im August 2008 ein <a href="http://climatecamp.org.uk/?q=node/468" target="_blank">Climate Camp</a> organisiert wurde. Während Kingsnorth vor der Schließung steht, plant der Energiekonzern E.ON den Bau eines neuen Kohlekraftwerks am selben Ort, um die Gewinne auch für die nächsten Jahrzehnte zu sichern. Dieses Vorhaben steht in völligem Widerspruch zur notwendigen Reduktion von CO2-Emissionen. Der Verhinderung eines neuen Kohlekraftwerks in Kingsnorth kommt große Symbolkraft zu, da ein erfolgreicher Widerstand auch ein Aus für die weiteren bereits in Planung befindlichen Kohlekraftwerke in Großbritannien bedeuten könnte.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Ausstellung „For A Completely Different Climate&#8221; steht eine 3-Kanal-Diainstallation, die auf 96 Fotos basiert, die ich im Climate Camp und bei den Demonstrationen und Blockaden von Kingsnorth aufgenommen habe. Diese Fotos werden mit kurzen Texten und Audioaufnahmen von den Demonstrationen und Workshops kombiniert. Drei aneinander gekoppelte Projektionen werden auf einer 18 Meter langen Wand der Galerie gezeigt, wobei eine Präsentation 16 Minuten dauert.</p>
<p>Ein weiteres Element der Ausstellung sind drei Leuchtkästen, die Fotos mit polizeilichen Durchsuchungsprotokollen und Informationsblättern kombinieren und auf die staatliche Repression verweisen.</p>
<p>„For A Completely Different Climate&#8221; ist mein drittes Projekt, das sich auf den Klimawandel bezieht. 1996 wurde „100 Jahre Treibhauseffekt&#8221; realisiert (Salzburger Kunstverein), 2000 folgte „Nachhaltige Propaganda&#8221; (Künstlerhaus Bethanien, Berlin u.a.), das den hegemonialen Diskurs des „nachhaltigen Wirtschaftens&#8221; mittels einer Ausstellungsserie kommentiert. Spätestens seit dem auf Al Gore&#8217;s Diavortragsserie beruhenden Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit&#8221; (<a href="http://www.an-inconvenient-truth.com" target="_blank">An Inconvenient Truth</a>, 2006) ist die Debatte über die globale Erwärmung im Mainstream angelangt. Gore vertritt die Ansicht, dass die globale Erwärmung durch den Einsatz sauberer und effizienter Technologien und Emissionshandel verhindert werden könne. „For A Completely Different Climate&#8221; nimmt augenzwinkernd das Medium der Diaprojektion auf, fokussiert allerdings auf den Widerstand und gibt der Gore widersprechenden Ansicht Raum, dass Markt-kompatible Ansätze wie der Emissionshandel weniger den Schutz des Klimas, sondern stattdessen nur das kapitalistische Wachstum sicherstellen würden. Denn wie in den Audioaufnahmen von den Workshops in der Installation zu hören ist, steigen die CO2-Emissionen auch Jahre nach der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls noch weiter an. Dem Klimawandel könne daher nur durch einen radikalen Umbau der Gesellschaft wirksam entgegengetreten werden, der bestehende Besitz- und Herrschaftsverhältnisse und die militärische Absicherung derselben global angreift.</p>
<ul>
<li class="kleiner">&#8220;For A Completely Different Climate&#8221;, 15. Dezember 2008 bis 30. Jannuar 2009, Galleria Artra, Mailand, Italien, kuratiert von Marco Scotini</li>
</ul>
<ul>
<li class="kleiner">Konzept, Fotos, Audioaufnahmen, Schnitt und Realisation: Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Produktionsassistenz (Schnitt): David Grohe</li>
<li class="kleiner">Fotos der Leuchtbox zur Great Rebel Raft Regatta: Amy Scaife, Mike Russell</li>
<li class="kleiner">Herzlichen Dank an: Climate Camp, Tadzio Mueller, Marco Scotini, Marcella Stefanoni</li>
<li class="kleiner">Unterstützt von Galleria Artra</li>
</ul>
<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_search_records.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-689" title="lightbox_search_records" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_search_records-300x300.jpg" alt="" width="220" height="220" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_activist_businessman_a4.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-687" title="lightbox_activist_businessman_a4" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_activist_businessman_a4-218x300.jpg" alt="" width="233" height="318" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_rebel_raft_regatta.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-688" title="lightbox_rebel_raft_regatta" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_rebel_raft_regatta-300x228.jpg" alt="" width="278" height="215" /></a></p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/For_A_Completely_Different_Climate.png" alt="media" /><br />

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		<title>A World Where Many Worlds Fit</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 15:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[kuratierte Ausstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[
A section on the counter-globalisation movement for the Taipei Biennial 2008 curated by Oliver Ressler
The trope &#8220;A World Where Many Worlds Fit&#8221; goes back to the Subcomandante Marcos, when talking about the Zapatistas&#8217; struggles in the Lacandonian Rainforest in Mexico. Since their uprising in 1994 the Zapatistas have been fighting for a less-hierarchical, autonomous world [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/01_taipei_biennial_2008_sekula.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-717" title="01_taipei_biennial_2008_sekula" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/01_taipei_biennial_2008_sekula-300x200.jpg" alt="" width="245" height="167" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/06_taipei_biennial_2008_installation_view_03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-720" title="06_taipei_biennial_2008_installation_view_03" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/06_taipei_biennial_2008_installation_view_03-300x194.jpg" alt="" width="245" height="163" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/04_taipei_biennial_2008_installation_view_01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-719" title="04_taipei_biennial_2008_installation_view_01" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/04_taipei_biennial_2008_installation_view_01-300x200.jpg" alt="" width="245" height="165" /></a></p>
<h4>A section on the counter-globalisation movement for the <a href="http://www.taipeibiennial.org">Taipei Biennial 2008</a> curated by Oliver Ressler</h4>
<p>The trope &#8220;A World Where Many Worlds Fit&#8221; goes back to the Subcomandante Marcos, when talking about the Zapatistas&#8217; struggles in the Lacandonian Rainforest in Mexico. Since their uprising in 1994 the Zapatistas have been fighting for a less-hierarchical, autonomous world with more options to offer in democratic decision-making processes. They fight against an existing world, which calls itself &#8220;democratic&#8221;, but should rather be seen as a form of sophisticated oligarchy that functions especially in favour of the interests of the political and economic elites. In other parts of the world the stick that punishes people who envision another world is usually not so visible. But, this can change suddenly when those in power assemble in the framework of the summits of the World Bank, International Monetary Fund (IMF), World Trade Organization (WTO), World Economic Forum (WEF), or the G8. Though the decisions made by politicians and business leaders at such meetings affect the lives of all people in the world, the negotiations take place hidden from the public gaze, behind fences and under massive security with the protection of thousands of riot-police. These gatherings have become a symbol for the undemocratic and illegitimate formation of global capitalism.</p>
<p>At each of these summits individual and collective singularities from all over the world come together in order to express their opposition to the way global decisions are taken and realised. These mobilisations of attendance at summit meetings are the movements&#8217; most visible public appearances. According to most narratives, the action taken against the WTO in Seattle in 1999 launched the birthplace of the new movement. The events at Seattle articulated a form of resistance and protest of the centres of capitalism that proved strong enough to shut down the WTO summit there. Since 1999 this global movement has shown up at each meeting of World Bank, IMF, WTO and WEF &#8211; unless the scared politicians decide to meet in the mountains, in deserts, or in dictatorships in order to avoid publicly shown dissent at their summits, which were originally introduced for publicity purposes. Even though this movement is the first that is truly globalised, it is usually described as a counter-globalisation movement. It can actually be called the &#8220;movement of the movements&#8221;.</p>
<p>At the demonstrations, counter-summits and mass blockades many individuals and collectives come together: media activists, clown army, pink block, naked block, black block, anarchists, socialists, Trotskyists, members of ATTAC, human rights activists, feminists, migrants, indigenous people, artists, etc. Many activists switch between these identities. All these singularities have their own images, banners, different public appearance and slogans, that do not only represent something, but contribute to the creation of effective blockades and to the creation of a space. This space is both one of representation, as well as a space for action that in the best cases also spreads to other areas such as the local neighbourhoods of the activists. This new social subject, sometimes referred to as the &#8220;multitude&#8221;, builds horizontally organised networks and has a radial transformation of society in mind.</p>
<p>&#8220;A World Where Many Worlds Fit&#8221; attempts to present a global movement as an example of collective intelligence through a variety of artistic practices, and wants to function as &#8220;a space for thinking&#8221;. The 12 artists involved in the project demonstrate a strong commitment to social movements and do not position themselves as &#8220;neutral&#8221; in relation to them. Many of the included works focus on the cities that have now become known for past demonstrations, counter-summits and/or blockades and are used as shorthand descriptions for these events: Seattle, Prague, Salzburg, Genoa, Buenos Aires, Gleneagles, St. Petersburg or Heiligendamm. The exhibition can be seen as a kind of course, which addresses important steps of the movement of the movements.</p>
<p>Whether or not this globalisation of resistance will be successful in the future will depend on whether upcoming summits can be mobilised to show our dissent to the world and our desire to create other worlds. As Tadzio Mueller eloquently outlines*, it will be essential for the global movement to develop a critical and convincing anti-capitalist strategy to fight climate change, as this is a central issue of world-wide importance that the G8 exploit to legitimise their meetings in the public, and that &#8220;asks the question of property and class struggle&#8221; and &#8220;talks about collective social transformation&#8221;. If we manage to bring such an agenda into public debate, the movement of the movements will probably also play an important role in the political landscape in the ten years after the upcoming G8 summit in Maddalena in Italy.</p>
<p class="kleiner">*In: &#8220;What Would It Mean to Win?&#8221;, A film by Zanny Begg and Oliver Ressler, 40 min., 2008</p>
<h3>Artist&#8217;s works in the exhibition:</h3>
<h4>CHRISTOPHER DELAURENTI (USA) / Four Protest Symphonies</h4>
<p>An audio track by Seattle-based composer, improvisor, and phonographer Christopher DeLaurenti permeates the exhibition. &#8220;Four Protest Symphonies&#8221; is a series of front-line recordings made at various actions, including the World Trade Organization protest in Seattle in 1999. Spattered by pepper spray, enshrouded in tear gas and pelted with rubber bullets, Delaurenti was engulfed in a maelstrom of drums, slogans, chants, screaming and violence. These are cemented with combative field recordings of the various protests, art actions, police transmissions, National Oceanic And Atmospheric (NOAA) weather alerts, radio broadcast anomalies (splashes and sprays of tape hiss, enigmatic numbers glossolalia, crude phase encoding), and wild card audio snatched from the airwaves to compose a vivid sound-scape of dissent.</p>
<h4>NOEL DOUGLAS (GB) / Whose World? Our World, 2008</h4>
<p>The artist, designer and activist <a href="http://www.noeldouglas.net">Noel Douglas</a> presents an installation based on graphic material that he has produced over the last seven years as part of his involvement with different social movements. The banners, posters, t-shirts, books and magazines included in the installation have been used and disseminated during many recent anti-capitalist and anti-war protests. In &#8220;A World Where Many Worlds Fit&#8221;, Douglas arranges these objects in a nine-metre long vitrine. Displayed on a panel in the vitrine are numerous spreads from books and magazines promoting and popularising the ideas of the movement. Alongside these are laid out the popular &#8220;Regime Change Begins at Home&#8221; playing cards, which satirise the playing cards handed out to troops by the US military in Iraq. On the floor of the vitrine thousands of &#8220;Capitalism Means War&#8221; dollar bills are spread out, these were handed out during the major demonstrations against the impending War in Iraq held on February 15th, 2003. On the glass window, a vinyl tape with the text &#8220;Ceci N&#8217;est Pas Le Capitalisme&#8221; (This is not Capitalism) frames the work. This tape was used at demonstrations across Europe and the US as a temporary street &#8220;line&#8221; to hang posters from. Shown here hung on the walls, these posters called for demonstrations against the G8 and instead for participation in the European Social Forum. There are also those that simply visualise the problems of capitalism using a more direct agit-prop approach with many proclaiming one of the central slogans of the movement, &#8220;Another World Is Possible&#8221;.</p>
<h4>ETCÉTERA (ARG) / To eat, to create, 2008</h4>
<p>The Argentinean artist/activist collective Etcétera presents documentation of their Buenos Aires based street actions in an installation that includes information about the original local context and situation. Since late 1997 Etcétera has implemented a poetic, absurd and surreal artistic practice into street actions that take a crack at important issues such as social injustice and human rights agendas. Their work became even more pertinent in the midst of the enormous economic crisis that peaked in 2001 and that sent Argentina spiralling down to levels of emergency and starvation. Etcétera&#8217;s actions, like many enacted in the public space, are ephemeral and circumstantial. They re-imagine the activity of the street as a performance in a specific space and a specific time. As a result of the dissemination their amazingly humorous and bitter sparks of activism into cultural institutions, artistic circuits and the web through videos, cartoons, pamphlets and manifestos, Etcétera have inspired numerous kindred spirits and related projects.</p>
<h4>PETRA GERSCHNER (GER) / History is a work in process, 2007/2008</h4>
<p>Petra Gerschner produced a photo-documentation of the activities made against the G8 summit held in Heiligendamm. She celebrates the work of activists, who aim to become the subjects of their own history, by literally illuminating them in the form of a light-box with a precise selection of four photos. &#8220;Join the Winning side &#8211; Smash Capitalism&#8221;, reads a light-installation on a truck in one of the images. This slogan represents the approach of the global movement to not only comment on social conditions, but to also actively change them. The work attempts to transpose the energy and enthusiasm of the activists and hints at the possibility that with collective experience and action, resistance is feasible and can be successful. At the same time Gerschner raises questions about the visual representation of the movement of the movements in the collective global consciousness. In a second work, a digital print from the series &#8220;What does memory mean to you?&#8221; (2001/2006), Petra Gerschner lays bare the demonstrative power of state forces by confronting political advertising and slogans with pin-ups, which all came together in the public space during the protests against the World Economic Forum in Salzburg.</p>
<h4>JOHN JORDAN (GB) / The Clandestine Insurgent Rebel Clown Army: Operation &#8220;HA HA HA&#8221;</h4>
<p>One of the works in the exhibition that ventures beyond a documentation of the activities of the &#8220;movement of the movements&#8221; is by the British artist/activist <a href="http://www.utopias.eu" target="_blank">John Jordan</a> whose practice merges art and social engagement, and favours transformative actions over representation. He is one of a number of artists who consider themselves part of the &#8220;movement of the movements&#8221; and intervenes wherever and whenever possible. Jordan&#8217;s installation consists of documentation from the Clandestine Insurgent Rebel Clown Army&#8217;s operation &#8220;HA HA HA&#8221;, which took place during the G8 summit in Gleneagles, Scotland in July 2005. The central element of the installation is a large canvas map that shows the area around the G8 summit, which was used by activists for organising protests. Two video monitors are placed on opposite corners of the map, with pink ribbon connecting them to locations on the map where the activist&#8217;s events occurred. One short film shows a performance of police and clowns competing in a strange game together, and the second documents clowns magically breaking through a line of riot policemen and occupying a road.</p>
<h4>ZANNY BEGG (AU) &amp; OLIVER RESSLER (A) / Timeline, 2008 /This is what democracy looks like!, 2002</h4>
<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/21_taipei_biennial_2008_ressler_begg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-718" title="21_taipei_biennial_2008_ressler_begg" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/21_taipei_biennial_2008_ressler_begg-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>A timeline of the global movement, spanning from the momentous actions against the World Trade Organization Conference in Seattle in 1999, up until today, is layed out by <a href="http://www.zannybegg.com" target="_blank">Zanny Begg</a> in a 12 metre long wall drawing. It is a kind of framework for &#8220;A World Where Many Worlds Fit&#8221;, that not only sets up a relationship between the various works, but also tells its own stories. Embedded in Zanny Begg&#8217;s huge timeline is Oliver Ressler&#8217;s video &#8220;<a href="http://www.ressler.at/democracy" target="_blank">This is what democracy looks like!</a>&#8220;. The video presents the events of July 1, 2001, which took place surrounding a demonstration against the World Economic Forum in Salzburg in Austria, where 919 demonstrators were encircled by the police and detained for more than seven hours. In the video the demonstrators take the role of active spokespersons and describe what was happening from their own individual perspectives.</p>
<h4><a href="http://www.ressler.at/what_would_it_mean_to_win" target="_blank">What Would It Mean To Win?</a>, 2008</h4>
<p>This film, a collaboration by Zanny Begg &amp; Oliver Ressler, was made on the blockades of the G8 summit in Heiligendamm, Germany in June 2007 and focuses on the current state of the movement of the movements. Combining documentary footage, interviews, and animation sequences, the work is structured around three questions pertinent to the movement: &#8220;Who are we?&#8221; &#8220;What is our power?&#8221; and &#8220;What would it mean to win?&#8221; The protests in Heiligendamm seemed to re-assert the confidence, inventiveness and creativity of the movement of the movements. In particular the five finger tactic &#8211; where protesters spread out across the fields of Rostock in order to slip around police lines &#8211; proved successful in establishing blockades on all roads leading into Heiligendamm. Staff working for the G8 summit were forced to enter and leave the meeting by helicopter or boat thus providing a symbolic victory to the movement.</p>
<h4>RTMARK (USA) / The Archimedes Project, 2001</h4>
<p>The objects and photographs of the &#8220;anti-corporate corporation&#8221; <a href="http://www.rtmark.com" target="_blank">RTMark</a> chronicle the corporation&#8217;s commitment to direct intervention. For the protests during the G8 summit in Genoa, RTMark produced pink, blue, black and purple mirrors that were distributed to a thousand activists. The mirrors focused and reflected sunlight at police helicopters and other aggressive assault vehicles, as well as into the eyes of attacking police. The work is titled &#8220;The Archimedes Project&#8221;, after the ancient Greek mathematician who reputedly used several large mirrors to focus the glare of the sun at invading Roman ships, burning them to a crisp and thus saving the city of Syracuse in what is now Sicily, Italy. The Italian press hilariously characterised these mirrors as weapons and included them amongst the police&#8217;s other official weapon classifications, which included cell phones and Swiss army knives.</p>
<h4>ALLAN SEKULA (USA) / Waiting for Teargas, 1999</h4>
<p>Allan Sekula&#8217;s slide installation &#8220;Waiting for Teargas&#8221; was produced from the photographs he had taken during the protests against the World Trade Organization Ministerial Conference that took place in Seattle in 1999. Sekula&#8217;s concept was, in his words, &#8220;to move with the flow of protest, from dawn to 3 a.m. If need be, taking in the lulls, the waiting and the margins of events. The rule of thumb for this sort of anti-photojournalism: no flash, no telephoto zoom lens, no gas mask, no auto-focus, no press pass and no pressure, to grab at all costs, the one defining image of dramatic violence&#8230; The alliance on the streets was indeed stranger&#8230; varied and inspired&#8230; There were moments of civic solemnity, of urban anxiety, and of carnival. Something very simple is missed by descriptions of this as a movement founded in cyberspace: the human body asserts itself in the city streets, against the abstraction of global capital. There was a strong feminist dimension to this testimony, and there was also a dimension grounded in the experience of work&#8230;&#8221;</p>
<h4>GREGORY SHOLETTE (USA) / WTO Action Collectible, 1999</h4>
<p><a href="http://gregorysholette.com" target="_blank">Gregory Sholette</a>&#8216;s &#8220;WTO Action Collectible&#8221; comprises a &#8220;commemorative&#8221; action figure and an accompanying poster that refer to the police tactics that labelled unarmed protesters as violence-prone during the now legendary Seattle World Trade Organization Ministerial Conference in 1999. Sholette&#8217;s plastic figure &#8211; which comes equipped with interchangeable &#8220;action arms&#8221; that are useful for deflecting tear gas grenades and an authentic &#8220;radical&#8221; mascot carrying a Molotov Cocktail &#8211; also makes reference to the long, if little known history of militant political resistance in the United States: from the great rail strikes of the late 19th century to the National Student Strike and mass demonstrations of May 1970 that followed the shooting deaths of anti-Vietnam war protesters by National Guardsmen at both Kent and Jackson State Universities.</p>
<h4>NURIA VILA &amp; MARCELO EXPÓSITO (ESP) / Tactical Frivolity + Rhythms of Resistance, 2007</h4>
<p>This video focuses on various forms of protest that occur across the European continent. It brings into play femininity, and blurs gender-expectations. As a work about a particular moment of joy and expectation at the global movement&#8217;s early days, &#8220;Tactical Frivolity + Rhythms of Resistance&#8221; questions the social order through unanticipated role reversals and confuses the response of the media and the police to label such forms of protest as violent. As the artists write, &#8220;Tactical frivolity sought to undo classical anarchists vs. police, one-to-one confrontational tactics, by multiplying front-lines and making an extremely ironic use of femininity and kitschy representations of the body in direct action. Music and dance provided this radical redefinition of street protest not only with a powerful tool to practically dissolve or détour police violence, but also with the strongest possible image (and soundtrack) to realise how street demonstrations can become the unleashing of the body&#8217;s desires in the moment of protest itself&#8221;. The work demonstrates that resistance can result in a lot of creativity and fun, which is important to draw in larger crowds who are not necessarily active and who normally see activism as a sour and professional exercise of a singular political inclination.</p>
<h4>DMITRY VILENSKY (RUS) / Protest Match &#8211; Kirov Stadium, 2006</h4>
<p>In his video &#8220;Protest Match &#8211; Kirov Stadium&#8221; <a href="http://www.chtodelat.org" target="_blank">Dmitry Vilensky</a> focuses on the heavy security tactics enforced upon the Russian Social Forum that ran parallel to the G8 Summit in Saint Petersburg in 2006. These tactics included the detainment of former delegates long before their arrival in the city; coercion of print-shop owners to not print pamphlets, blackmailing and arrests. The video reviews the situation at the Russian Social Forum in the Kirov Stadium, the space that was offered by the authorities. A series of interviews with Russian political activists discuss this particular event, where it was impossible to demonstrate and where even participation in the forum became a perilous pursuit.</p>
<ul>
<li class="kleiner">The <a href="http://www.taipeibiennial.org">6th Taipei Biennial</a> is curated by Manray Hsu and Vasif Kortun.</li>
<li class="kleiner">Organizing institution is the Taipei Museum of Fine Arts.</li>
<li class="kleiner">Dates: 13 September 2008 &#8211; 4 January 2009</li>
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