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	<title>Installations, videos and projects in public space &#187; 2006</title>
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	<description>by Oliver Ressler</description>
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		<title>The Fittest Survive</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Sep 2006 18:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2006]]></category>
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Oliver Ressler, 23 Min.
Faktoren wie „Gefahr“, „Risiko“ und „Wildnis“ sind längst nicht mehr die dunkle, unterschlagene Kehrseite des Globalisierungstraums. Diese vermeintlich abschreckenden Faktoren sind der Widerstand, gegen den sich nur die Besten und Stärksten durchzusetzen scheinen, sind also gewissermaßen der Maßstab für Leistungen in der Disziplin Ökonomie. Der Ökonomie wird eine eigene Gesetzlichkeit zugeschrieben, die [...]]]></description>
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<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/the_fittest_survive_19.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-639" title="the_fittest_survive_19" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/the_fittest_survive_19-300x168.jpg" alt="" width="228" height="126" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/the_fittest_survive_53.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-638" title="the_fittest_survive_53" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/the_fittest_survive_53-300x168.jpg" alt="" width="226" height="127" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/the_fittest_survive_55.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-637" title="the_fittest_survive_55" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/the_fittest_survive_55-300x168.jpg" alt="" width="227" height="127" /></a></p>
<p>Oliver Ressler, 23 Min.</p>
<p>Faktoren wie „Gefahr“, „Risiko“ und „Wildnis“ sind längst nicht mehr die dunkle, unterschlagene Kehrseite des Globalisierungstraums. Diese vermeintlich abschreckenden Faktoren sind der Widerstand, gegen den sich nur die Besten und Stärksten durchzusetzen scheinen, sind also gewissermaßen der Maßstab für Leistungen in der Disziplin Ökonomie. Der Ökonomie wird eine eigene Gesetzlichkeit zugeschrieben, die unumgänglich Härte und Rücksichtslosigkeit erfordert, was besonders deutlich in den Wachstumsmärkten in Krisenregionen wird. Dieser kriegerische Charakter der Ökonomie lässt das Leben als einen Kampf erscheinen, in dem immer höhere Leistungsanforderungen an das einzelne Individuum gestellt werden.</p>
<p>Um auf diese konkurrenzbetonte, sozial-darwinistische Hackordnung des globalen Kapitalismus vorzubereiten, bieten private Sicherheitsunternehmen eigens entwickelte Trainingsprogramme für ZivilistInnen an, in denen Konfliktsituationen bis zu Kriegsszenarien simuliert werden. Eines dieser Unternehmen ist die britische AKE Group, die laut Webpage ihren „Klienten einen Wettbewerbsvorteil verschafft, sich sicher in Gebieten engagieren zu können, die sonst für Geschäftsgelegenheiten möglicherweise nicht zugänglich wären.“</p>
<p>Das Video „The Fittest Survive“ basiert auf Aufnahmen aus dem 5-tägigen Kurs „Surviving Hostile Regions“, der im Jänner 2006 von der AKE Group in Wales in Großbritannien durchgeführt wurde. Die Ausbildner sind ehemalige britische Elitesoldaten. Die TeilnehmerInnen sind Manager, die sich auf Geschäftsaufenthalte im Irak und anderen gefährlichen Regionen vorbereiten, Regierungsmitarbeiter und MainstreamjournalistInnen, die mit ihren verlogenen Diskursen von Demokratie und Menschenrechten die wirtschaftlichen Expansionsbestrebungen ideologisch legitimieren und absichern helfen.</p>
<p>Das primär mit der Handkamera aufgenommene Video folgt den KursteilnehmerInnen durch die inszenierte Realität im Survival Camp, in dem sie den Beschuss durch Granaten, einen Überfall durch bewaffnete Guerillakämpfer, die Bergung von Unfallopfern und das Bewegen in Minenfeldern praktisch erleben. Über dem Trainingscamp in Wales halten tief fliegende britische Kampfjets Manöver ab und deuten bereits die realen Kriegsschauplätze an, in denen sich die KursteilnehmerInnen schon bald aufhalten werden.</p>
<p>Das Video „The Fittest Survive“ ist in einer englischen, deutschen und spanischen Fassung verfügbar.</p>
<p class="kleiner">Es wird ab 06.06.2006 auf die nächsten Jahre hinaus täglich in der permanenten Ausstellung „working_world.net“ des <a href="http://www.museum-steyr.at/">Museum Arbeitwelt in Steyr</a> (A) gezeigt und ist Teil der Ausstellung des Steirischen Herbsts „Traurig sicher, im Training“ im <a href="http://www.grazerkunstverein.org/">Grazer Kunstverein</a> (21.09. – 31.10.2006).</p>
<ul>
<li class="kleiner">Konzept, Schnitt, Realisation: Oliver Ressler<br />
Kamera: Volkmar Geiblinger<br />
Bildbearbeitung: Markus Koessl<br />
Tonbearbeitung: Rudi Gottsberger</li>
</ul>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/The_Fittest_Survive_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

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		<title>235.000.000.000 / 777.000.000.000.000</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Sep 2006 18:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>

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Intervention am Hauptbahnhof Zürich von Oliver Ressler, eBoard
Während der Ausstellung in der Shedhalle wird auf dem zentralen großen elektronischen Billboard am Zürcher Hauptbahnhof eine für dieses Medium entwickelte neue Arbeit gezeigt. Es werden darin die Auslandsschulden Afrikas mit jenen Schäden in Bezug gesetzt, die Kolonialismus und Sklaverei auf diesem Kontinent verursacht haben. Lassen sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/pict7577.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-632" title="pict7577" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/pict7577-300x225.jpg" alt="" width="226" height="173" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/pict7578.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-633" title="pict7578" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/pict7578-300x225.jpg" alt="" width="231" height="173" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/pict7589.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-634" title="pict7589" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/pict7589-300x225.jpg" alt="" width="231" height="173" /></a></p>
<p>Intervention am Hauptbahnhof Zürich von Oliver Ressler, eBoard</p>
<p>Während der Ausstellung in der Shedhalle wird auf dem zentralen großen elektronischen Billboard am Zürcher Hauptbahnhof eine für dieses Medium entwickelte neue Arbeit gezeigt. Es werden darin die Auslandsschulden Afrikas mit jenen Schäden in Bezug gesetzt, die Kolonialismus und Sklaverei auf diesem Kontinent verursacht haben. Lassen sich die Auslandsschulden Afrikas, die sich zwischen 1980 und 2000 verdreifacht haben, aus den Datenbanken der Weltbank eruieren (235 Milliarden Dollar für ‘Sub-Saharan Africa’ 2004), so stellt die Berechnung der Schäden durch Kolonialismus und Sklaverei ein ungleich schwierigeres Unterfangen dar. Auf Anlass der UN-Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban 2001 stellte die African World Reparations and Repatriations Truth Commission eine auf umfangreichen Forschungen basierende Berechnung vor und verkündete den Betrag von 777 Billionen Dollar. Die Forderungen der afrikanischen Staaten orientieren sich an den Entschädigungszahlungen Deutschlands für Opfer des Nazi-Regimes. Aus Furcht vor Schadenersatzforderungen bestreiten die westlichen Staaten jegliche Verantwortung für den Kolonialismus und seine Folgen und lehnen ein Schuldeingeständnis ab.</p>
<p>Die Intervention findet im Rahmen der Ausstellung “for example S, F, N, G, L, B, C – Eine Frage der Grenzziehung” statt, <a href="http://www.shedhalle.ch/">Shedhalle</a>, Zürich, 04.11.2006 – 28.01.2007</p></p>
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		<title>5 Fabriken &#8211; Arbeiterkontrolle in Venezuela</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Sep 2006 18:49:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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Dario Azzellini &#38; Oliver Ressler, 81 Min.
In ihrem nach „“ (67 Min., 2004) zweiten Film über die politischen und sozialen Veränderungen in Venezuela richten Azzellini und Ressler in „5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela“ den Fokus auf den industriellen Sektor. Die Veränderungen im Produktionsbereich Venezuelas werden anhand von fünf Großunternehmen in unterschiedlichen Regionen dargestellt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_02.jpg"> </a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_cacao_09.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-625" title="5 Factories–Worker Control in Venezuela" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_cacao_09-300x225.jpg" alt="" width="215" height="160" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-492" title="5_factories_02" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_02-300x224.jpg" alt="" width="215" height="159" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-493" title="5_factories_03" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_03-300x224.jpg" alt="" width="215" height="160" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_02.jpg"></a></p>
<p>Dario Azzellini &amp; Oliver Ressler, 81 Min.</p>
<p>In ihrem nach „<!--intlink id="46" type="post" text="Venezuela von unten"-->“ (67 Min., 2004) zweiten Film über die politischen und sozialen Veränderungen in Venezuela richten Azzellini und Ressler in „5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela“ den Fokus auf den industriellen Sektor. Die Veränderungen im Produktionsbereich Venezuelas werden anhand von fünf Großunternehmen in unterschiedlichen Regionen dargestellt: eine Aluminiumhütte, ein Textilunternehmen, eine Tomatenfabrik, eine Kakaofabrik und eine Papierfabrik. Von den Beschäftigten erkämpft und durch Kredite der Regierung unterstützt, breiten sich in Venezuela verschiedene Formen der Mit- und Selbstverwaltung aus. „Die Versammlung ist praktisch der Chef des Unternehmens“, erklärt Rigoberto López von der Textilfabrik „Textileros del Táchira“ in San Cristóbal vor dampfenden Wannen. Und die Spulmaschinenarbeiterin Carmen Ortíz fasst die Erfahrung so zusammen: „In der Kooperative zu arbeiten ist viel besser, als für andere zu arbeiten, denn das ist wie ein Sklave der anderen zu sein.“</p>
<p>Die in den fünf Fabriken an den Produktionsorten aufgenommen ProtagonistInnen geben Einblicke in alternative Organisationsweisen und Modelle von Arbeiterkontrolle. Die Mechanismen und Schwierigkeiten der Selbstverwaltung werden ebenso geschildert wie die profanen Abläufe der Produktion. Die abgebildeten maschinellen Arbeitsprozesse könnten als Metapher für die Wunschmaschine „bolivarianischer Prozess“ gelesen werden und die Hoffnungen und Sehnsüchte, die dieser bei den ArbeiterInnen weckt.</p>
<p>Die Situation in den fünf Fabriken ist unterschiedlich, gemeinsam ist die Suche nach besseren Produktions- und Lebensmodellen. Dabei stehen nicht nur konkrete Verbesserungen für die ArbeiterInnen im Vordergrund. Aury Arocha, Laboranalystin der Ketchup-Fabrik „Tomates Guárico“, betont, der Unterschied von „Unternehmen sozialer Produktion“ (EPS) zu kapitalistischen Unternehmen bestehe darin, dass die EPS „für die Gemeinschaft arbeiten, im Sinne der Gesellschaft arbeiten.“ Und Carlos Lanz, Präsident der zweitgrößten Aluminiumfabrik Venezuelas, Alcasa, formuliert als Schlüsselfrage: „Wie macht ein Unternehmen im Rahmen des Kapitalismus Druck in Richtung Sozialismus?“</p>
<p>Der Film schließt mit einer längeren Sequenz aus einer Leitungssitzung von Alcasa, in der Diskussionen über die praktizierte Mitverwaltung in dem 2.700 ArbeiterInnen zählenden Unternehmen und die angestrebten Veränderungen der Produktionsverhältnisse geführt werden.</p>
<p>Der Film ist in der spanischen Originalfassung, mit deutschen oder englischen Untertiteln verfügbar.</p>
<p>Die englische Fassung „5 Factories–Worker Control in Venezuela“ hat von 26.03. bis 28.05.2006 in einer installativen Fassung aus sechs Videoprojektionen die Matrix-Reihe „Now-Time Venezuela: Media Along the Path of the Bolivarian Process“ des Berkeley Art Museums (USA) eröffnet (Kurator: <a href="http://www.ressler.at/occupied-factories-an-occupied-present/" target="_blank">Chris Gilbert</a><!--intlink id="189" type="post" text="Chris Gilbert"-->).</p>
<ul>
<li class="kleiner">Konzept, Interviews, Schnitt, Realisation: Dario Azzellini &amp; Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Kamera: Volkmar Geiblinger</li>
<li class="kleiner">Produktionsassistenz in Venezuela: Eduardo Daza</li>
<li class="kleiner">Bildbearbeitung und Titeln: Markus Koessl</li>
<li class="kleiner">Tonbearbeitung: Rudi Gottsberger</li>
<li class="kleiner">GesprächspartnerInnen: José Luis Acosta, Luis Alfonso, Luis Alvarez, Aury Arocha, Zulay Boyer, Carolina Chacón, Eleuterio Córdova, Hugo Favero, Manrique Gonzales, Dulfo Guerrero, Rowan Jiménez, Carlos Lanz, Marivit Lopez, Rigoberto López, Willys Lugo, Gonzalo Maestre, Luis Mata Castillo, Domingo Meléndez, Edith Mendoza, José Gregorio Moy, Carmen Ortíz, Alexander Patiño, Santos Pérez, Juana Ruíz, Elio Sayago, José del Carmen Tapias, Leslie E. Turmero</li>
</ul>
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