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	<title>Installations, videos and projects in public space &#187; 2010</title>
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	<description>by Oliver Ressler</description>
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		<title>Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 12:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Film/Installation]]></category>

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Ein Projekt von Oliver Ressler
Das Projekt „Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?” (Der Sozialismus ist gescheitert, der Kapitalismus ist bankrott. Was kommt als Nächstes?) konzentriert sich auf die politische und ökonomische Situation der Republik Armenien, einem Nachfolgestaat der Sowjetunion. Das Projekt artikuliert sich in zwei verschiedenen Formaten: Im Kurzfilm „Socialism Failed, Capitalism is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Krakow_Bunkier_14.jpg"><img title="SONY DSC" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Krakow_Bunkier_14-220x145.jpg" alt="" width="244" height="145" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_31.jpg"><img title="Socialism_Failed_Bangladesh_31" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_31-220x123.jpg" alt="" width="230" height="140" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_58.jpg"><img title="Socialism_Failed_Bangladesh_58" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_58-220x123.jpg" alt="" width="230" height="140" /></a></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ein Projekt von Oliver Ressler</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Das Projekt „</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?” (</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der Sozialismus ist gescheitert, der Kapitalismus ist bankrott. Was kommt als Nächstes?) konzentriert sich auf die politische und ökonomische Situation der Republik Armenien, einem Nachfolgestaat der Sowjetunion. Das Projekt artikuliert sich in zwei verschiedenen Formaten: Im Kurzfilm „</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">“ (19 min., 2010) und in der 2-Kanal Videoinstallation, die mit einer Foto-basierten Arbeit am Fußboden vervollständigt wird.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Der Film „</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">“ wurde im Sommer 2010 im größten Bazar von Jerewan aufgenommen, der „Bangladesch“ genannt wird. Im Bazar „Bangladesh“ versuchen täglich mehr als 1000 Personen als HändlerInnen ihr Überleben zu meistern, doch ein/e durchschnittliche/r Verkäufer/in verdient nicht mehr als 100 bis 250 Euro pro Monat. Im Film erzählen die Kaufleute des Markts von ihrem Kampf ums Überleben in der Krise eines post-sozialistischen Staates, in dem der Großteil aller Fabriken der Sowjetzeit geschlossen und das soziale Sicherheitsnetz aufgelöst wurde. Die MarkthändlerInnen, meist ehemalige FabriksarbeiterInnen, schildern die Verschlechterung ihrer Lebenssituation nach dem Ende der Sowjetunion und sprechen von ihren Hoffnungen und Erwartungen im Hinblick auf soziale Veränderung. Während sie in Not leben, arbeitet eine kleine, aber äußerst einflussreiche Schicht korrupter Politiker und superreicher Oligarchen mit internationalen Unternehmen zusammen, um sich an der Übertragung von Staatseigentum und Bergbaulizenzen zu bereichern.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Levon Yeremyan, ein ehemaliger Mathematikprofessor, der jetzt als Händler im Bazar „Bangladesh“ überlebt, stellt fest: „95 Prozent der Leute arbeiten für einen Mindestlohn, der im Vergleich zu europäischen Standards lächerlich gering ist, und die anderen 5 Prozent leben wie die arabischen Scheichs.“ Die meisten Leute würden dieser Beschreibung vom großen Abstand zwischen den verarmten Massen und den Oligarchen in Armenien sicherlich zustimmen. Diese enorme Kluft widerspricht den geschönten offiziellen Angaben. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Im Rahmen des Projekts entstand auch eine Foto-basierte Arbeit in der Form Armeniens mit einer Größe von drei Metern Durchmesser. Die Arbeit ist für den Fußboden konzipiert und liefert eine Visualisierung der extremen Ungleichverteilung des Reichtums.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">In der 2-Kanal Videoinstallation wird das „Bangladesh“ Video mit einem (stummen) Video kombiniert, das auf ehemalige Sowjetfabriken in Jerewan fokussiert, die entweder geschlossen wurden, mit verringerter Kapazität produzieren, oder aber zu etwas anderem umgewandelt wurden. Jede Fabrik wurde in einer einzigen 20 Sekunden dauernden Einstellung gefilmt, die mit folgenden Informationen ergänzt wird: Name der Fabrik, Art der Produktion, Zeitpunkt der Schließung, gegenwärtige Besitzverhältnisse und jetzige Verwendung. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li class="liste_ohne_punkte"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Konzept, Kamera, Tonaufnahme, Videoschnitt und Produktion: Oliver Ressler</span></span></li>
<li class="liste_ohne_punkte"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Interviews, Übersetzung und Schnittassistenz: Arpineh Galfayan</span></span></li>
<li class="liste_ohne_punkte"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Tonmischung und Farbkorrektur: Rudi Gottsberger</span></span></li>
<li class="liste_ohne_punkte"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Fabriksrecherche: Nora Galfayan, Vahe Budumyan</span></span></li>
</ul>
<p class="kleiner"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: x-small;">Das Projekt wurde verwirklicht während eines Aufenthaltes in Jerewan im Rahmen des Projekts „Eat and Work“ unter der Leitung von Anna Barseghian mit der Unterstützung von </span></span><a href="http://www.utopiana.info/" target="_blank">Utopiana</a> und BM:UKK.</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Socialism_Failed_Bangladesh_SD_16_9_web_klein.jpg" alt="media" /><br />

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		<title>Comuna im Aufbau</title>
		<link>http://www.ressler.at/de/comuna_under_construction/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 19:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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Ein Film von Dario Azzellini &#38; Oliver Ressler, 94 Min., 2010
„Wir müssen selbst entscheiden, was wir wollen. Wir sind diejenigen, die die Bedürfnisse kennen und wissen, was in unserer Community los ist“, erklärt Omayra Pérez selbstbewusst. Sie will ihre Community eines an den Hängen von Caracas gelegenen Armutsviertels davon überzeugen, einen Consejo Comunal (Kommunalen Rat) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_52.jpg"><img title="Comuna_Under_Construction_52" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_52-220x123.jpg" alt="" width="244" height="140" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_77.jpg"><img title="Comuna_Under_Construction_77" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_77-220x123.jpg" alt="" width="244" height="140" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_114.jpg"><img title="Comuna_Under_Construction_114" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Under_Construction_114-220x123.jpg" alt="" width="244" height="140" /></a></li>
</ul>
<p>Ein Film von Dario Azzellini &amp; Oliver Ressler, 94 Min., 2010</p>
<p>„Wir müssen selbst entscheiden, was wir wollen. Wir sind diejenigen, die die Bedürfnisse kennen und wissen, was in unserer Community los ist“, erklärt Omayra Pérez selbstbewusst. Sie will ihre Community eines an den Hängen von Caracas gelegenen Armutsviertels davon überzeugen, einen Consejo Comunal (Kommunalen Rat) zu gründen. In über 30.000 Consejos Comunales entscheiden die BewohnerInnen Venezuelas selbst kollektiv in Versammlungen über viele Belange ihres Umfeldes. Omayra erhält Unterstützung von den AktivistInnen des „Emiliano Hernández“, einem Armenviertel in unmittelbarer Nähe, das bereits seit drei Jahren einen Consejo Comunal hat. Dort gelang es den BewohnerInnen, eine Ärztin aus dem Regierungsprogramm „Barrio Adentro“ in ihr Viertel zu holen, die alle kostenlos behandelt. Sie bekamen Gelder, um ihre Häuser selber zu renovieren und ersetzten ein Dutzend Wellblechhütten durch neue Häuser. Dies und viel mehr wurde über den Consejo Comunal organisiert. In einer lokalen Selbstorganisierung von unten werden Arbeitsgruppen zu verschiedenen, selbst bestimmten Themen gebildet und Entscheidungen in Basisversammlungen getroffen.</p>
<p>Mehrere Consejos Comunales können sich zu einer Comuna und schließlich zu einer Kommunalen Stadt zusammenschließen. Der Film „Comuna im Aufbau“ geht dieser Entwicklung in den Armenvierteln an den Hängen von Caracas und auf dem Land, in den weitläufigen, wasserdurchzogenen Ebenen von Barinas, nach. Die Räte werden von unten, parallel zu den bestehenden Institutionen aufgebaut und sollen durch die Selbstregierung den bestehenden Staat überwinden. „Auch wenn wir jetzt ganz sicher die offiziellen Organe brauchen, müssen wir morgen auf Grund unserer Entwicklung unabhängig sein. Wir können nicht für immer ausschließlich vom Staat abhängig sein“, erinnert Ramon Virigay von der unabhängigen Bauernorganisation Frente Nacional Campesino Ezequiel Zamora (FNCEZ) auf einer Versammlung zum Aufbau der kommunalen Stadt „Antonio José de Sucre“ die Delegierten der beteiligten Consejos Comunales. Daher sollen die Räte auch eigene Produktions- und Vertriebsstrukturen aufbauen und so eine Autonomie möglich machen.</p>
<p>Zentrales Element des Films „Comuna im Aufbau“ sind die Versammlungen. Der Film beginnt im gut organisierten Consejo Comunal Emiliano Hernández in einem Armenviertel von Caracas, gibt danach Einblicke in die Versuche, im ländlichen Barinas Comunas und eine kommunale Stadt aufzubauen, und endet schließlich in Petare, einem riesigen Armenviertel im Ballungsraum Caracas, wo 29 Consejos Comunales dabei sind, die Comuna von Maca aufzubauen.</p>
<p>Staat und Autonomie in Einklang bringen, ist das überhaupt möglich? Die SprecherInnen der Consejos Comunales wissen alle von guten wie schlechten Erfahrungen mit den Institutionen zu berichten. „Dank der Inkompetenz der staatlichen Institutionen verlieren wir an Glaubwürdigkeit“, wirft die Basisaktivistin Yusmeli Patiño in einer Versammlung in Petare einem hohen Regierungsvertreter vor. Genauso gibt es aber auch MitarbeiterInnen von Institutionen, die alles tun, um die Basis in ihren eigenen Entscheidungen zu begleiten. Das Verhältnis zwischen Basis und Institutionen ist von Kooperation und Konflikt geprägt. Aber auch intern haben die Consejos Comunales Schwierigkeiten; Partizipation will gelernt sein. Fortschritte und Rückschläge prägen den schwierigen Prozess, tatsächlich die Macht der Entscheidung über das eigene Leben und das Umfeld zu erlangen.</p>
<p><span class="kleiner">Der Film ist in der spanischen Originalfassung, mit deutschen oder englischen Untertiteln verfügbar.</span></p>
<ul>
<li class="kleiner">Konzept, Schnitt, Realisation: Dario Azzellini &amp; Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Kamera: Volkmar Geiblinger, Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Ton, Tonbearbeitung, Schnittberatung: Rudi Gottsberger</li>
<li class="kleiner">Produktionsassistenz: Adriana Rivas</li>
<li class="kleiner">Bildbearbeitung: Markus Koessl, David Grohe</li>
<li class="kleiner">Förderungen: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur; Kulturabteilung der Stadt Wien; Stiftung Umverteilen; Rosa Luxemburg Stiftung; Solifond der Hans Böckler Stiftung; Fraktion die Linke im EU-Parlament; Bundestagsfraktion die Linke; Netzwerk e.V.</li>
</ul>
<ul class="kleiner">
<li class="kleiner">Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 Austria License</li>
</ul>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Comuna_Barinas_Thumbnail.jpg" alt="media" /><br />

<p>12-minütiger Ausschnitt aus dem Film (Antonio José de Sucre, Kommunale Stadt im Aufbau, Barinas)</p>
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