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	<title>Installations, videos and projects in public space &#187; Installation</title>
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	<description>by Oliver Ressler</description>
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		<title>What Is Democracy?</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 19:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eine 8-Kanal-Videoinstallation von Oliver Ressler
„What is democracy?“ („Was ist Demokratie?“) ist nicht eine Frage, sondern sind eigentlich zwei Fragen. Es ist zum einen die Frage nach der dominierenden Form der Demokratie, der parlamentarisch repräsentativen Demokratie, die in Film kritisch diskutiert wird. Zum anderen ist es die Frage, wie ein demokratischeres System aussehen könnte und welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_14.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1469" title="WID_Biennale_de_Lyon_14" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_14-220x147.jpg" alt="" width="244" height="165" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_22.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1470" title="WID_Biennale_de_Lyon_22" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_22-220x146.jpg" alt="" width="244" height="164" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_06.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1468" title="WID_Biennale_de_Lyon_06" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/WID_Biennale_de_Lyon_06-220x146.jpg" alt="" width="244" height="164" /></a></p>
<h4>Eine 8-Kanal-Videoinstallation von Oliver Ressler</h4>
<p>„What is democracy?“ („Was ist Demokratie?“) ist nicht <em>eine</em> Frage, sondern sind eigentlich <em>zwei</em> Fragen. Es ist zum einen die Frage nach der dominierenden Form der Demokratie, der parlamentarisch repräsentativen Demokratie, die in Film kritisch diskutiert wird. Zum anderen ist es die Frage, wie ein demokratischeres System aussehen könnte und welche organisatorische Form es annehmen könnte.</p>
<p>Im Rahmen des Projekts wurde die Frage „Was ist Demokratie?“ zahlreichen AktivistInnen und politischen AnalystInnen in 18 Städten in der Welt gestellt; in Amsterdam, Berkeley, Berlin, Bern, Budapest, Kopenhagen, London, Melbourne, Moskau, New York, Paris, Rostock, San Francisco, Sydney, Taipeh, Tel Aviv, Thessaloniki and Warschau. Die Interviews wurden seit dem Januar 2007 auf Video aufgenommen. Obwohl allen GesprächspartnerInnen dieselbe Frage gestellt wurde, ist das Resultat eine Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven und Ansichten von Menschen, die in Staaten leben, die üblicherweise als „Demokratien“ bezeichnet werden.</p>
<p>Dieser Pool an Interviews bildet die Basis für acht Videos, die in der Videoinstallation gezeigt werden. Die Installation (re)präsentiert eine Art globale Analyse über die tiefe politische Krise des westlichen Demokratiemodells. In einem der Videos erläutert Adam Ostolski (Warschau), dass „der moderne Demokratiebegriff von Anfang an mit dem Fortschrittsgedanken verbunden“ war und parlamentarische Staaten „eine Tendenz [zeigten] immer demokratischer zu werden, indem immer neue Typen politischer Akteure, neue Gruppen wie Arbeiterschaft und Frauen usw. usf. miteinbezogen wurden. […] Doch seit den 1980ern, seit dem Aufkommen des neoliberalen Trends in Politik und Wirtschaft, bildet sich die Demokratie zurück.“ Für Lize Mogel (New York) hat sich die Situation so geändert, dass, wenn man heute „an repräsentative Demokratie denkt, man nicht zwangsläufig an Individuen [denkt], die repräsentiert werden, sondern eher an Kapital, das repräsentiert wird.“ Nikos Panagos (Thessaloniki) argumentiert sogar, „dass Repräsentation und Demokratie zwei miteinander unvereinbare Begriffe sind. Daher kann man das gegenwärtige System unter keinen Umständen eine Demokratie nennen. Es ist bloß eine raffinierte Form der Oligarchie.“ Lisa Gray-Garcia (San Francisco) scheint dem zuzustimmen, wenn sie die repräsentative Demokratie als „gefakete Demokratie“ bezeichnet. Während in den Videos Ideen von direkter Demokratie oder die Entscheidungsfindungsprozesse in indigenen Gesellschaften ausgeführt werden, wirft David McNeill (Sydney) die Frage auf, ob es denn überhaupt Sinn mache, „weiterhin um das Recht [zu kämpfen], den Begriff Demokratie für sich zu beanspruchen und definieren zu dürfen“, oder ob er „von den Konservativen, die ihn für sich beansprucht haben, schon so korrumpiert und beschmutzt worden [ist], dass es besser sei, sich geschlagen zu geben und sich auf die Suche nach geeigneteren Formen der Beschreibung dessen zu machen, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen.“</p>
<p>Die 8-Kanal-Videoinstallation diskutiert den umkämpften Begriff der „Demokratie“, der von den Machthabern für die Aufrechterhaltung der Ordnung missbraucht wird, während „Demokratie“ zugleich jenes Ideal repräsentiert, das hunderte Millionen Menschen im globalen Süden verzweifelt zu erreichen versuchen. Heute scheint es daher fast unmöglich zu sein, gegen „Demokratie“ zu sein, obgleich sie immer leerer wird. Eine mögliche Strategie könnte es daher sein, den Begriff „Demokratie“ mit neuer Bedeutung zu füllen. In diesem Sinne präsentiert die Installation einen vielschichtigen Diskurs über Demokratie, der ein breites Spektrum von Meinungen zum Ausdruck bringt, die über die Grenzen von Nationalstaaten oder Kontinenten hinausgehen.</p>
<p>Die acht Videos haben die folgenden Titeln: „Repräsentation überdenken“ (16 Min.), „Ausschließungspolitiken“ (23 Min.), „Geheimhaltung anstelle von demokratischer Transparenz“ (13 Min.), „Neue Demokratien?“ (23 Min.), „Ist die repräsentative Demokratie überhaupt eine Demokratie?“ (22 Min.), „Direkte Demokratie“ (22 Min.), „Indigene Politiken wiedergewinnen“ (18 Min.) und „Sollten wir das westliche Demokratiemodell dem Müllhaufen der Geschichte überantworten?“ (13 Min.)</p>
<p>Die 8-Kanal-Videoinstallation wurde/wird in den folgenden Ausstellungen gezeigt:</p>
<p>„nochnichtmehr – Handeln im unmarkierten Raum“, <a href="http://www.boell.de">Heinrich-Böll-Stiftung</a>, Berlin (D), 09.09. – 10.10.09<br />
„The Spectacle of the Everyday“, <a href="http://www.biennaledelyon.com">Biennale de Lyon</a>, Lyon (F), 16.09.09 – 03.01.10<br />
„What Is Democracy?“, <a href="http://www.drugo-more.hr">Siz Gallery, Rijeka</a> (HR), 29.09. – 18.10.09 (Einzelausstellung)<br />
„What Is Democracy?“, <a href="http://www.acafspace.org" target="_blank">Alexandria Contemporary Arts Forum – ACAF</a>, Alexandria (ET), 12.03. &#8211; 01.04.10 (Einzelausstellung)</p>
<p class="kleiner">Konzept, Interviews, Kamera und Tonaufnahme: Oliver Ressler<br />
GesprächspartnerInnen: Kuan-Hsing Chen, Noortje Marres, Lin Chalozin Dovrat, Thanasis Triaridis, Tone Olaf Nielsen, Jo van der Spek, Cheikh Papa Sakho, Wolf Dieter Narr, Tiny a.k.a. Lisa Gray-Garcia, Joanna Erbel, Yvonne Riano, Sami Bukhari, Trevor Paglen, Tadeusz Kowalik, Adam Ostolski, Boris Kagarlitsky, Michal Kozlowski, Ilaria Vanni, Lize Mogel, Rick Ayers, Janos Kiss, Nikos Panagos, Macha Kurzina, Clare Saunders, Ewa Majewska, Gabor Csillag, Zachary Running Wolf, Jenny Munroe, Jorge Joquera, Miranda Bergman, Patrick Watkins, Abram Mahmoadi, Anja Peter, Tracey Wheatley, Ilya Eric Lee, Berenice Hernández, David McNeill<br />
2. Kamera (Video 8): Volkmar Geiblinger<br />
Schnitt und Produktion: Oliver Ressler<br />
Bildbearbeitung und Untertitel: David Grohe<br />
Animation: Zanny Begg<br />
Komposition und Tonbearbeitung: Rudi Gottsberger<br />
Footage: Sierpien 80 (© Telewizja Polska S.A.)<br />
Besonderer Dank gilt Louisa Avgita, Kai Bauer, Zanny Begg, Karen Bennett, Christine Boehler, Paul Chatterton, Amy Cheng, Eyal Danon, Hilla Dayan, Miklos Erhardt, Takis Fotopoulos, Frédérique Gautier, Peter Grabher, Hou Hanru, Manray Hsu, Jens Kastner, Caroline Lensing-Hebben, Geert Lovink, Margarethe Makovec, Davor Miskovic, Nikos Panagos, Ted Purves, Gerald Raunig, Natalia Romik, Walter Seidl, Katharina Schlieben, Gregory Sholette, Kuba Szreder, Dmitry Vilensky und Tom Waibel.<br />
Übersetzung für englische Untertitel: Harold Otto<br />
Übersetzung für deutsche Untertitel: Otmar Lichtenwörther<br />
Übersetzung für französische Untertitel: Lucile Gourraud-Beyron<br />
Förderungen: ERSTE Stiftung, Kulturamt der Steiermärkischen Landesregierung, Kulturamt Stadt Graz, Otto-Mauer-Fonds, Biennale de Lyon 2009</p>
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		<title>For A Completely Different Climate</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 14:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Ausstellungsprojekt „For A Completely Different Climate&#8221; setzt sich mit einer neu entstehenden sozialen Bewegung auseinander, die das Reagieren (bzw. Nicht-Reagieren) der Staaten und Konzerne auf den Klimawandel hinterfragt und punktuell bekämpft. Besonders mobilisierungsfähig ist diese herrschaftskritische Bewegung in Großbritannien, wo in der Nähe des östlich von London gelegenen Kohlekraftwerks Kingsnorth im August 2008 ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_05.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-684" title="for_a_completely_different_climate_05" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_05-300x198.jpg" alt="" width="244" height="164" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_35.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-682" title="for_a_completely_different_climate_35" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_35-300x199.jpg" alt="" width="244" height="167" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_52.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-683" title="for_a_completely_different_climate_52" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/for_a_completely_different_climate_52-300x199.jpg" alt="" width="244" height="171" /></a></p>
<p>Das Ausstellungsprojekt „For A Completely Different Climate&#8221; setzt sich mit einer neu entstehenden sozialen Bewegung auseinander, die das Reagieren (bzw. Nicht-Reagieren) der Staaten und Konzerne auf den Klimawandel hinterfragt und punktuell bekämpft. Besonders mobilisierungsfähig ist diese herrschaftskritische Bewegung in Großbritannien, wo in der Nähe des östlich von London gelegenen Kohlekraftwerks Kingsnorth im August 2008 ein <a href="http://climatecamp.org.uk/?q=node/468" target="_blank">Climate Camp</a> organisiert wurde. Während Kingsnorth vor der Schließung steht, plant der Energiekonzern E.ON den Bau eines neuen Kohlekraftwerks am selben Ort, um die Gewinne auch für die nächsten Jahrzehnte zu sichern. Dieses Vorhaben steht in völligem Widerspruch zur notwendigen Reduktion von CO2-Emissionen. Der Verhinderung eines neuen Kohlekraftwerks in Kingsnorth kommt große Symbolkraft zu, da ein erfolgreicher Widerstand auch ein Aus für die weiteren bereits in Planung befindlichen Kohlekraftwerke in Großbritannien bedeuten könnte.</p>
<p>Im Mittelpunkt der Ausstellung „For A Completely Different Climate&#8221; steht eine 3-Kanal-Diainstallation, die auf 96 Fotos basiert, die ich im Climate Camp und bei den Demonstrationen und Blockaden von Kingsnorth aufgenommen habe. Diese Fotos werden mit kurzen Texten und Audioaufnahmen von den Demonstrationen und Workshops kombiniert. Drei aneinander gekoppelte Projektionen werden auf einer 18 Meter langen Wand der Galerie gezeigt, wobei eine Präsentation 16 Minuten dauert.</p>
<p>Ein weiteres Element der Ausstellung sind drei Leuchtkästen, die Fotos mit polizeilichen Durchsuchungsprotokollen und Informationsblättern kombinieren und auf die staatliche Repression verweisen.</p>
<p>„For A Completely Different Climate&#8221; ist mein drittes Projekt, das sich auf den Klimawandel bezieht. 1996 wurde „100 Jahre Treibhauseffekt&#8221; realisiert (Salzburger Kunstverein), 2000 folgte „Nachhaltige Propaganda&#8221; (Künstlerhaus Bethanien, Berlin u.a.), das den hegemonialen Diskurs des „nachhaltigen Wirtschaftens&#8221; mittels einer Ausstellungsserie kommentiert. Spätestens seit dem auf Al Gore&#8217;s Diavortragsserie beruhenden Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit&#8221; (<a href="http://www.an-inconvenient-truth.com" target="_blank">An Inconvenient Truth</a>, 2006) ist die Debatte über die globale Erwärmung im Mainstream angelangt. Gore vertritt die Ansicht, dass die globale Erwärmung durch den Einsatz sauberer und effizienter Technologien und Emissionshandel verhindert werden könne. „For A Completely Different Climate&#8221; nimmt augenzwinkernd das Medium der Diaprojektion auf, fokussiert allerdings auf den Widerstand und gibt der Gore widersprechenden Ansicht Raum, dass Markt-kompatible Ansätze wie der Emissionshandel weniger den Schutz des Klimas, sondern stattdessen nur das kapitalistische Wachstum sicherstellen würden. Denn wie in den Audioaufnahmen von den Workshops in der Installation zu hören ist, steigen die CO2-Emissionen auch Jahre nach der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls noch weiter an. Dem Klimawandel könne daher nur durch einen radikalen Umbau der Gesellschaft wirksam entgegengetreten werden, der bestehende Besitz- und Herrschaftsverhältnisse und die militärische Absicherung derselben global angreift.</p>
<ul>
<li class="kleiner">&#8220;For A Completely Different Climate&#8221;, 15. Dezember 2008 bis 30. Jannuar 2009, Galleria Artra, Mailand, Italien, kuratiert von Marco Scotini</li>
</ul>
<ul>
<li class="kleiner">Konzept, Fotos, Audioaufnahmen, Schnitt und Realisation: Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Produktionsassistenz (Schnitt): David Grohe</li>
<li class="kleiner">Fotos der Leuchtbox zur Great Rebel Raft Regatta: Amy Scaife, Mike Russell</li>
<li class="kleiner">Herzlichen Dank an: Climate Camp, Tadzio Mueller, Marco Scotini, Marcella Stefanoni</li>
<li class="kleiner">Unterstützt von Galleria Artra</li>
</ul>
<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_search_records.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-689" title="lightbox_search_records" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_search_records-300x300.jpg" alt="" width="220" height="220" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_activist_businessman_a4.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-687" title="lightbox_activist_businessman_a4" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_activist_businessman_a4-218x300.jpg" alt="" width="233" height="318" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_rebel_raft_regatta.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-688" title="lightbox_rebel_raft_regatta" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/lightbox_rebel_raft_regatta-300x228.jpg" alt="" width="278" height="215" /></a></p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/For_A_Completely_Different_Climate.png" alt="media" /><br />

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		<title>Fly Democracy</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 18:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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Wurden die Angriffskriege auf Afghanistan und Irak wohl primär aus geostrategischen Überlegungen und zur Kontrolle der Erdölvorkommen geführt, sind diese zur besseren öffentlichen Legitimierung gerne damit begründet worden, diesen Staaten „Demokratie“ bringen zu wollen. Die Argumentation des Demokratieexports wurde beibehalten, solange die Streitkräfte der USA und ihrer Alliierten einen Sieg noch für möglich hielten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/fly_democracy06.jpg"></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/fly_pict7871.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-659" title="fly_pict7871" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/fly_pict7871-300x225.jpg" alt="" width="206" height="155" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/fly_democracy01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-658" title="fly_democracy01" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/fly_democracy01-300x168.jpg" alt="" width="232" height="130" /></a> <a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/fly_democracy06.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-660" title="fly_democracy06" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/fly_democracy06-300x168.jpg" alt="" width="233" height="130" /></a></p>
<p>Wurden die Angriffskriege auf Afghanistan und Irak wohl primär aus geostrategischen Überlegungen und zur Kontrolle der Erdölvorkommen geführt, sind diese zur besseren öffentlichen Legitimierung gerne damit begründet worden, diesen Staaten „Demokratie“ bringen zu wollen. Die Argumentation des Demokratieexports wurde beibehalten, solange die Streitkräfte der USA und ihrer Alliierten einen Sieg noch für möglich hielten. Inzwischen hat sich die Argumentation dahingehend verschoben, nur mehr einen „stabilen Irak“ und ein „befriedetes Afghanistan“ schaffen zu wollen.</p>
<p>Zu Beginn der Militärinterventionen wurden von den Kampfjets neben Bomben auch an die Bevölkerung gerichtete Botschaften in Form von Flugblättern abgeworfen. In diesen Flugblättern werden die feindlichen Militärs zur Desertion aufgerufen, ZivilistInnen vom Aufenthalt in der Nähe militärischer Ziele abgeraten, Verhaltensmuster bei der Kontaktaufnahme mit den Invasoren festgelegt oder allgemeine politische Botschaften über die angeblichen Gründe und Ziele für den militärischen Angriff verbreitet.</p>
<p>In der Installation „Fly Democracy“ wird die Geste des Abwurfs von Flugblattbotschaften wiederholt, wobei allerdings der Zielort des Abwurfs symbolisch auf das Territorium der USA verlegt wird. Die zehn für „Fly Democracy“ hergestellten Flugblätter fokussieren auf aktuelle theoretische Diskurse über direkte oder partizipative Demokratieformen und stehen damit in einem inhaltlichen Widerspruch zu dem von der US-Regierung forcierten Modell der formalen Demokratie, die in einen neoliberalen kapitalistischen Staat eingebettet ist. „Fly Democracy“ hingegen sympathisiert mit einer Interpretation des Terminus „Demokratie“, der näher an der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs in der griechischen Antike liegt, wo es (zumindest für die männlichen, volljährigen Bürger) eine direktere Involvierung in Entscheidungsfindungsprozesse gab als in den heutigen repräsentativen Demokratien, die mit dem Theoretiker Paul Cockshott nach den Maßstäben der ursprünglichen Bedeutung des Wortes nur als „Pseudodemokratien“ bezeichnet werden können.</p>
<p>Die Installation besteht aus einem 5 Minuten langen geloopten Video, das die Flugblätter zeigt, wie sie sich in einem strahlend blauen Himmel dem Boden nähern und anschließend gelesen werden. Vor der Videoprojektion liegen auf dem Ausstellungsboden die originalen englischen Flugblätter gemeinsam mit eigens für die Ausstellungen hergestellten Flugblättern in den jeweiligen Sprachen verstreut, als ob sie ebenfalls abgeworfen worden wären. Die BesucherInnen haben die Möglichkeit, die Flugblätter vom Boden aufzuheben, sie zu lesen und nach Hause mitzunehmen.</p>
<ul>
<li class="kleiner">Konzept, Kamera, Schnitt, Grafik, Realisation: Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Bildbearbeitung und Sound: <a href="http://www.haarp.at/" target="_blank">Rudi Gottsberger</a></li>
<li class="kleiner">ProduktionsassistentInnen: Meghan Hartman, Brandon Ives, Gaby Ruzek</li>
</ul>
<ul></ul>
<p class="kleiner">Die Installation wurde 2007 von ACC Galerie, Weimar (D); Fri-Art – Centre d&#8217;Art Contemporain, Freiburg (CH); Kunstverein Wolfsburg, Wolfsburg (D); 2. Internationales Fotofestival Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg 2007 (D) und &lt;rotor&gt;, Graz (A) produziert.</p>
<p class="kleiner">
<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/flydemogracy_2min.divx">Download Video (Ausschnitt)</a></p>
<p class="kleiner"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/flydemogracy_2min.divx"></p>
<p></a></p>
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		<title>5 Fabriken &#8211; Arbeiterkontrolle in Venezuela</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Sep 2006 18:49:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2006]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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Dario Azzellini &#38; Oliver Ressler, 81 Min.
In ihrem nach „“ (67 Min., 2004) zweiten Film über die politischen und sozialen Veränderungen in Venezuela richten Azzellini und Ressler in „5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela“ den Fokus auf den industriellen Sektor. Die Veränderungen im Produktionsbereich Venezuelas werden anhand von fünf Großunternehmen in unterschiedlichen Regionen dargestellt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_02.jpg"> </a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_cacao_09.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-625" title="5 Factories–Worker Control in Venezuela" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_cacao_09-300x225.jpg" alt="" width="215" height="160" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-492" title="5_factories_02" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_02-300x224.jpg" alt="" width="215" height="159" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-493" title="5_factories_03" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_03-300x224.jpg" alt="" width="215" height="160" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/5_factories_02.jpg"></a></p>
<p>Dario Azzellini &amp; Oliver Ressler, 81 Min.</p>
<p>In ihrem nach „<!--intlink id="46" type="post" text="Venezuela von unten"-->“ (67 Min., 2004) zweiten Film über die politischen und sozialen Veränderungen in Venezuela richten Azzellini und Ressler in „5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela“ den Fokus auf den industriellen Sektor. Die Veränderungen im Produktionsbereich Venezuelas werden anhand von fünf Großunternehmen in unterschiedlichen Regionen dargestellt: eine Aluminiumhütte, ein Textilunternehmen, eine Tomatenfabrik, eine Kakaofabrik und eine Papierfabrik. Von den Beschäftigten erkämpft und durch Kredite der Regierung unterstützt, breiten sich in Venezuela verschiedene Formen der Mit- und Selbstverwaltung aus. „Die Versammlung ist praktisch der Chef des Unternehmens“, erklärt Rigoberto López von der Textilfabrik „Textileros del Táchira“ in San Cristóbal vor dampfenden Wannen. Und die Spulmaschinenarbeiterin Carmen Ortíz fasst die Erfahrung so zusammen: „In der Kooperative zu arbeiten ist viel besser, als für andere zu arbeiten, denn das ist wie ein Sklave der anderen zu sein.“</p>
<p>Die in den fünf Fabriken an den Produktionsorten aufgenommen ProtagonistInnen geben Einblicke in alternative Organisationsweisen und Modelle von Arbeiterkontrolle. Die Mechanismen und Schwierigkeiten der Selbstverwaltung werden ebenso geschildert wie die profanen Abläufe der Produktion. Die abgebildeten maschinellen Arbeitsprozesse könnten als Metapher für die Wunschmaschine „bolivarianischer Prozess“ gelesen werden und die Hoffnungen und Sehnsüchte, die dieser bei den ArbeiterInnen weckt.</p>
<p>Die Situation in den fünf Fabriken ist unterschiedlich, gemeinsam ist die Suche nach besseren Produktions- und Lebensmodellen. Dabei stehen nicht nur konkrete Verbesserungen für die ArbeiterInnen im Vordergrund. Aury Arocha, Laboranalystin der Ketchup-Fabrik „Tomates Guárico“, betont, der Unterschied von „Unternehmen sozialer Produktion“ (EPS) zu kapitalistischen Unternehmen bestehe darin, dass die EPS „für die Gemeinschaft arbeiten, im Sinne der Gesellschaft arbeiten.“ Und Carlos Lanz, Präsident der zweitgrößten Aluminiumfabrik Venezuelas, Alcasa, formuliert als Schlüsselfrage: „Wie macht ein Unternehmen im Rahmen des Kapitalismus Druck in Richtung Sozialismus?“</p>
<p>Der Film schließt mit einer längeren Sequenz aus einer Leitungssitzung von Alcasa, in der Diskussionen über die praktizierte Mitverwaltung in dem 2.700 ArbeiterInnen zählenden Unternehmen und die angestrebten Veränderungen der Produktionsverhältnisse geführt werden.</p>
<p>Der Film ist in der spanischen Originalfassung, mit deutschen oder englischen Untertiteln verfügbar.</p>
<p>Die englische Fassung „5 Factories–Worker Control in Venezuela“ hat von 26.03. bis 28.05.2006 in einer installativen Fassung aus sechs Videoprojektionen die Matrix-Reihe „Now-Time Venezuela: Media Along the Path of the Bolivarian Process“ des Berkeley Art Museums (USA) eröffnet (Kurator: <a href="http://www.ressler.at/occupied-factories-an-occupied-present/" target="_blank">Chris Gilbert</a><!--intlink id="189" type="post" text="Chris Gilbert"-->).</p>
<ul>
<li class="kleiner">Konzept, Interviews, Schnitt, Realisation: Dario Azzellini &amp; Oliver Ressler</li>
<li class="kleiner">Kamera: Volkmar Geiblinger</li>
<li class="kleiner">Produktionsassistenz in Venezuela: Eduardo Daza</li>
<li class="kleiner">Bildbearbeitung und Titeln: Markus Koessl</li>
<li class="kleiner">Tonbearbeitung: Rudi Gottsberger</li>
<li class="kleiner">GesprächspartnerInnen: José Luis Acosta, Luis Alfonso, Luis Alvarez, Aury Arocha, Zulay Boyer, Carolina Chacón, Eleuterio Córdova, Hugo Favero, Manrique Gonzales, Dulfo Guerrero, Rowan Jiménez, Carlos Lanz, Marivit Lopez, Rigoberto López, Willys Lugo, Gonzalo Maestre, Luis Mata Castillo, Domingo Meléndez, Edith Mendoza, José Gregorio Moy, Carmen Ortíz, Alexander Patiño, Santos Pérez, Juana Ruíz, Elio Sayago, José del Carmen Tapias, Leslie E. Turmero</li>
</ul>
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		<title>Alternative Economics, Alternative Societies</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2003 07:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2003 - 2008]]></category>
		<category><![CDATA[(wird weitergeführt)]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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		<description><![CDATA[

Nach dem Verlust eines Gegenmodells zum Kapitalismus – wie der real existierende Sozialismus bis zu dessen Zusammenbruch eines bildete – haben es zu Beginn des 21. Jahrhunderts alternative Konzepte einer ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung schwer. “Alternativen” werden in den Industriestaaten nämlich nur dann breiter diskutiert, wenn sie die bestehenden Machtverhältnisse im kapitalistischen System und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/alternative_economics_03.jpg"></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/alternative_economics_01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-409" title="alternative_economics_01" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/alternative_economics_01-300x224.jpg" alt="" width="223" height="167" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/alternative_economics_02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-411" title="alternative_economics_02" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/alternative_economics_02-300x224.jpg" alt="" width="223" height="167" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/alternative_economics_03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-410" title="alternative_economics_03" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/alternative_economics_03-300x224.jpg" alt="" width="223" height="167" /></a></p>
<p>Nach dem Verlust eines Gegenmodells zum Kapitalismus – wie der real existierende Sozialismus bis zu dessen Zusammenbruch eines bildete – haben es zu Beginn des 21. Jahrhunderts alternative Konzepte einer ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung schwer. “Alternativen” werden in den Industriestaaten nämlich nur dann breiter diskutiert, wenn sie die bestehenden Machtverhältnisse im kapitalistischen System und in den repräsentativen Demokratien nicht in Frage stellen. Andere sozio-ökonomische Ansätze werden hingegen als utopisch bezeichnet, abgewertet und von einer ernsthaften Auseinandersetzung ausgeschlossen, so sie überhaupt wahrgenommen werden.</p>
<p>Die themenspezifische Installation “Alternative Economics, Alternative Societies” fokussiert unterschiedliche Konzepte und Modelle für alternative Ökonomien und Gesellschaften, deren Gemeinsamkeit die Zurückweisung des kapitalistischen Herrschaftssystems ist. Zu jedem Konzept wurde ein Interview geführt, aus dem im Rahmen des Projekts jeweils ein Video in englischer Sprache produziert wurde. Diese 20 bis 37 Minuten langen Einkanalvideos werden in der Ausstellung auf getrennten Monitoren gezeigt und bilden die zentralen Elemente der künstlerischen Installation.</p>
<p>Im Rahmen des Projekts werden alternative Gesellschafts- und Ökonomiemodelle wie “Inclusive Democracy” von Takis Fotopoulos (GB/GR), “Participatory Economy” von Michael Albert (USA) und die anarchistische Konsensdemokratie von Ralf Burnicki (D) vorgestellt.</p>
<p>Chaia Heller (U.S.A.) spricht über “Libertarian Municipalism”, Paul Cockshott (GB) über “Towards a New Socialism”, Heinz Dieterich (MX) über “The Socialism of the 21st Century”, Marge Piercy (USA) über die feministisch-anarchistischen Utopien ihrer Social Fantasies, der Underground-Autor p.m. (CH) über sein Konzept “bolo’bolo”.</p>
<p>Weitere Videos fokussieren bestimmte Prinzipien, die von Bedeutung sein könnten, wenn wir über alternative Ökonomien und Gesellschaften diskutieren: Nancy Folbre (USA) spricht über “Caring Labor”, Christoph Spehr (D) über “Freie Kooperation”, Maria Mies (D) über die Subsistenzperspektive und John Holloway (MEX/IE) über seine Vorstellungen, die Welt zu verändern ohne die Macht zu übernehmen.</p>
<p>Als interessante historische Modelle werden von Todor Kuljic (SCG) die Arbeiterselbstverwaltung im Jugoslawien der 60er und 70er Jahre, von Salomé Moltó (E) die Arbeiterkollektive während der Spanischen Revolution (1936-38) und von Alain Dalotel (F) die Pariser Commune von 1871 thematisiert. Ein direktdemokratisches Selbstverwaltungsnetzwerk, das in einigen ländlichen Gebieten in Chiapas/Mexiko existiert, ist die in einem Video diskutierte zapatistische Versammlung der guten Regierung.</p>
<p>Aus jedem der 16 Videos wird ein für das jeweilige alternative Modell signifikantes Zitat ausgewählt und als mehrere Meter lange Textarbeit direkt auf dem Boden des Ausstellungsraumes angebracht. Diese mit Klebefolien ausgeführten Bodenbeschriftungen führen die AusstellungsbesucherInnen direkt zu den entsprechenden Videos, und stellen so eine Orientierungshilfe innerhalb dieses unhierarchisch gegliederten Pools von Videos dar. Diese Videos bieten Anregungen und Vorschläge zum Nachdenken über gesellschaftliche Alternativen und Handlungsmöglichkeiten.</p>
<p>Bei der ersten Präsentation in Ljubljana 2003 bestand das Ausstellungsprojekt aus fünf Videos. Inzwischen ist die Installation auf 16 Videos mit einer Gesamtlänge von über sieben Stunden angewachsen. Das Projekt wird auch in den kommenden Jahren um weitere ökonomische und gesellschaftliche Konzepte erweitert.</p>
<p>Die Installation “Alternative Economics, Alternative Societies” wurde in den folgenden Ausstellungen realisiert:</p>
<p><strong> </strong></p>
<ul>
<li class="kleiner"><strong>Galerija Skuc, Ljubljana</strong> (SI), 30.10. – 23.11.03 (“Alternative Economics, Alternative Societies”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Espace Forde, Genève</strong> (CH), 06. – 19.12.03 (“There is no Alternative”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Kunstraum der Universität Lüneburg</strong> (D), 08. – 16.01.04 (“Alternative Economics, Alternative Societies”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Transmediale.04, Berlin</strong> (D), 31.01. – 15.02.04 (“fly utopia!”)</li>
<li class="kleiner"><strong> O.K – Center for Contemporary Art, Linz</strong> (A), 11.03. – 02.05.04 (“Open House”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Kunsthalle Exnergasse, Wien</strong> (A), 16.06. – 24.07.04 (“permanent produktiv”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Itaucultural Institute, Sao Paulo</strong> (BR), 01.07. – 26.09.04 (“Emoção Art.ficial II – Divergências Tecnológicas”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Sorlandets Kunstmuseum, Kristiansand</strong> (N), 06.07. – 15.08.04 (“Detox 04. Crossover Jam Culture”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Wyspa Institute of Art, Gdansk</strong> (PL), 03.09. – 03.10.04 (“Health and Safety”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Centro Cultural Conde Duque, MediaLabMadrid, Madrid</strong> (E), 30.09.04 – 31.10.04 (“Economía alternativa, sociedades alternativas”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Forum Stadtpark, Graz</strong> (A), Steirischer Herbst, 08.10. – 28.11.04 (“There Must Be an Alternative”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Main Trend Gallery, Taipei</strong> (RC), 21.01. – 26.02.05 (“Wayward Economy”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Museum of Modern and Contemporary Art, Mali Salon, Rijeka</strong> (HR), 04. – 12.03.05 (“Alternativne Ekonomije, Alternativna Drustva”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Platform Garanti Contemporary Art Center, Istanbul</strong> (TR), 29.04. – 21.05.05 (“An Ideal Society Creates Itself”)</li>
<li class="kleiner"><strong> kuda.org – New Media Center / Museum of Contemporary Art, Novi Sad</strong> (SCG), 24.05. – 01.06.05 (“Alternativne Ekonomije, Alternativna Drustva”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Museum of Contemporary Art Belgrade, Salon, Belgrade</strong> (SCG), 04.06. – 10.06.05 (“Alternativne Ekonomije, Alternativna Drustva”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Badischer Kunstverein, Karlsruhe</strong> (D), 08.07.  – 22.11.05 (“Kritische Gesellschaften”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Miroquesada Garland Gallery, Lima</strong> (PE), 12.08. – 04.09.05 (“9th International Festival of Video/Arte/Electrónica”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Kunstihoone, Tallinn</strong> (EST) 07.01. – 14.02.06 (“Capital (It Fails Us Now)”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Second International Biennial of Contemporary Art, Seville</strong> (E), 26.10.2006 – 15.01.2007 (“The Unhomely: Phantom Scenes in Global Society”)</li>
<li class="kleiner"><strong> Stroom, Den Haag</strong> (NL), 25.02. – 08.04.07 (&#8220;After Neurath: Like Sailors on the Open Sea“)</li>
</ul>
<p class="kleiner">“Alternative Economics, Alternative Societies” erhielt eine Startförderung von <a href="http://www.republicart.net/">republicart</a> und der BKA-Kunstsektion.</p>
<p><strong> Deutsche Transkriptionen der Videos von &#8220;Alternative Economics, Alternative Societies&#8221;:</strong></p>
<ul>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/libertarian_municipalism/">Libertarian Municipalism</a>, Chaia Heller</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/inclusive_democracy/"> Inclusive Democracy &#8211; Umfassende Demokratie&#8221;</a> Takis Fotopoulos</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/participatory_economics/"> Partizipative Ökonomie</a> Michael Albert</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/socialism_21st_century/"> The Socialism of the 21st Century</a> Heinz Dieterich</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/towardsa_new_socialism/"> Towards a New Socialism</a> Paul Cockshott</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/bolo_bolo/">bolo’bolo</a> p.m.</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/utopian_feminist_visions/"> Utopistische feministische Visionen</a>Marge Piercy</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/anarchist_consensual_democracy/"> Die anarchistische Konsensdemokratie</a> Ralf Burnicki</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/the_subsistence_perspective/"> Die Subsistenzperspektive</a> Maria Mies</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/caring_labor/"> Sorgende Arbeit</a> Nancy Folbre</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/free_cooperation/"> Freie Kooperation</a> Christoph Spehr</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/change_the_world_without_taking_power/"> Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen&#8221;</a> John Holloway</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/the_zapatista_good_government/"> Die gute Regierung der Zapatistas</a></li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/workers_self-management/"> Die jugoslawische Arbeiterselbstverwaltung</a> Todor Kuljic</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/workers_collectives/"> Arbeiterkollektive während der Spanischen Revolution</a>, Salomé Moltó</li>
<li class="liste_ohne_punkte"><a href="http://www.ressler.at/de/the_paris_commune_1871/"> Die Pariser Commune 1871</a>, Alain Dalotel</li>
</ul>
<p><span class="liste_ohne_punkte">Für Videotranskriptionen auf spanisch, portugisisch und serbisch gehen Sie bitte auf <a href="http://www.republicart.net/disc/aeas/index.htm">republicart</a></span></p>
<p><a href="http://video.google.com/videoplay?docid=512339375514796163&amp;hl=en" target="_blank">Online video “Inclusive Democracy”</a> mit Takis Fotopoulos</p>
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		<title>This is what democracy looks like!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Sep 2002 18:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2002]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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Für weitere Informationen über dieses Projekt von Oliver Ressler: http://www.ressler.at/democracy
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			<content:encoded><![CDATA[<p><p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/democracy/"><img class="size-thumbnail wp-image-654 aligncenter" title="tiwdll" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/tiwdll.gif" alt="" width="150" height="100" /></a></p>
<p>Für weitere Informationen über dieses Projekt von Oliver Ressler: <a title="This is what democracy looks like!" href="../../democracy/" target="_blank">http://www.ressler.at/democracy</a></p>
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		<title>This is what democracy looks like (Liberalitas Bavariae)</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Sep 2002 19:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2002]]></category>
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		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>

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Eine City-Light-Serie von Oliver Ressler im Stadtraum München im Rahmen der Ausstellung &#8220;Exchange &#38; Transform&#8221; des Kunstverein München

Von 14.5 bis 10.6.2002 werden in der Innenstadt Münchens an stark frequentierten Plätzen Plakate der Größe 175 x 119 cm als City-Lights präsentiert. Ausgangspunkt der Plakatserie ist das repressive Vorgehen von Politik und Polizei gegen die Demonstrationen anlässlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/liberalitas_bavariae_03.jpg"></p>
<p></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/liberalitas_bavariae_01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-459" title="liberalitas_bavariae_01" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/liberalitas_bavariae_01-214x300.jpg" alt="" width="177" height="246" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/liberalitas_bavariae_03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-461" title="liberalitas_bavariae_03" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/liberalitas_bavariae_03-211x300.jpg" alt="" width="177" height="250" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/liberalitas_bavariae.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-460" title="liberalitas_bavariae" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/liberalitas_bavariae-300x224.jpg" alt="" width="306" height="229" /></a></p>
<p>Eine City-Light-Serie von Oliver Ressler im Stadtraum München im Rahmen der Ausstellung &#8220;Exchange &amp; Transform&#8221; des <a href="http://www.kunstverein-muenchen.de/">Kunstverein München<br />
</a></p>
<p>Von 14.5 bis 10.6.2002 werden in der Innenstadt Münchens an stark frequentierten Plätzen Plakate der Größe 175 x 119 cm als City-Lights präsentiert. Ausgangspunkt der Plakatserie ist das repressive Vorgehen von Politik und Polizei gegen die Demonstrationen anlässlich der 38. NATO-Sicherheitskonferenz, die vom 1.2 bis 3.2.2002 in München stattfand. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) nahm eine unbelegte Behauptung des deutschen Verfassungsschutzes, dass 3000 &#8220;gewaltbereite Demonstranten&#8221; schwere Ausschreitungen und eine &#8220;Entglasung&#8221; der Innenstadt Münchens planen würden, zum Anlass, für ganz München ein dreitägiges Demonstrationsverbot zu verhängen. Diese Maßnahme wurde von der Aufhebung des Schengener Abkommens und einem Einreiseverbot für DemoteilnehmerInnen aus den Nachbarländern begleitet, um einen laut Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) &#8220;linksextremistischen grenzüberschreitenden Gewalttourismus&#8221; zu verhindern.</p>
<p>Über 3500 Polizeibeamte, Spezialfahrzeuge und Barrikaden wurden aufgeboten, um die behördlich verordnete Verletzung des Grundrechts auf Demonstrationsfreiheit während der NATO-Sicherheitskonferenz zu exekutieren.<br />
7000 KriegsgegnerInnen und KritikerInnen der ökonomischen Globalisierung versuchten, trotz Platzverboten, Absperrungen und Polizeikessel in der Münchner Innenstadt ihr Demonstrationsrecht durchzusetzen. 792 Personen wurden festgenommen, obwohl die Teilnahme an einer verbotenen Demonstration eigentlich nur eine (etwa mit einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung vergleichbare) Ordnungswidrigkeit darstellt.<br />
Durch die Konstruktion fiktiver Bedrohungsszenarien wurden Menschen an der Ausübung ihrer demokratischen Rechte gehindert und die gerne behauptete &#8220;Liberalitas Bavariae&#8221; (die bayrische Liberalität) von Politik, Polizei, Verfassungsschutz und Medien mit den Füßen getreten.</p>
<p>Die drei Plakatsujets der City-Light-Serie verbinden das vor Ort vorhandene Wissen um die Geschehnisse rund um die NATO-Sicherheitstagung mit der Tatsache, dass ein Monat nach dem vom SPD-Oberbürgermeister verhängten totalen Demonstrationsverbot dessen Politik &#8211; und damit auch die Einschränkung demokratischer Rechte &#8211; bei den Stadtratswahlen durch einen fulminanten Wahlsieg bestätigt wurde. In der Arbeit &#8220;This is what democracy looks like (Liberalitas Bavariae)&#8221; werden daher in den City-Light-Plakaten die SPD-Wahlkampfslogans &#8220;München braucht mehr Rot!&#8221; und &#8220;Es geht um München.&#8221; mit den Ereignissen rund um die Demonstrationsverbote kombiniert. Die an unterschiedlichen Orten in der Innenstadt präsentierten Plakatsujets bilden eine offene Struktur und erlauben keine eindeutige Zuordnung, wer hinter den Plakaten steht. Bei zwei der Plakate wäre es sogar möglich, dass PassantInnen eine auf die Außerkraftsetzung der Grundrechte stolze Münchner SPD für die Urheber hielten. In diesen Fall würde dieser Eingriff in die &#8220;Ordnung des Diskurses&#8221;, wie Foucault jenes wesentliche Element der Machtausübung bezeichnet, die Schwächung der Position des vermeintlichen Autors SPD auf der symbol-politischen Ebene bedeuten. Das dritte Plakat ist in seiner Aussage eindeutig: &#8220;Die Einschränkung demokratischer Rechte hat viele Abkürzungen&#8221; ist neben den Kürzeln CSU, SPD, KVR, VGH und UDE zu lesen.</p>
<p>Diese Intervention im Stadtraum steht in einer inhaltlichen Verbindung zum Video &#8220;<a href="../../democracy">This is what democracy looks like!</a>&#8221; (38 min., 2002) über einen Polizeikessel anlässlich der ersten so genannten Anti-Globalisierungsdemonstration in Österreich. Das Video war ebenfalls im Rahmen des Ausstellungsprojekts &#8220;Exchange &amp; Transform&#8221; im Kunstverein München von 26.04. bis 01.09.02 zu sehen.</p>
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		<title>Boom!</title>
		<link>http://www.ressler.at/de/boom/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Sep 2001 18:48:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2001 – 2006]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>

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		<description><![CDATA[
Banners, posters and installations by Oliver Ressler &#38; David Thorne
&#8220;If only&#8221; is the frustrated utopian refrain of Oliver Ressler and David Thorne&#8217;s absurdly dysfunctional URL addresses collectively titled &#8220;Boom!&#8221;. Utilizing this ubiquitous textual format of the &#8220;new economy,&#8221; &#8220;Boom!&#8221; rehearses the defense mechanisms of the neoliberal imagination as it confronts its own internal crises. The [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/boom_02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-420" title="boom_02" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/boom_02-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/boom_03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-421" title="boom_03" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/boom_03-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Banners, posters and installations by Oliver Ressler &amp; David Thorne</p>
<p>&#8220;If only&#8221; is the frustrated utopian refrain of Oliver Ressler and David Thorne&#8217;s absurdly dysfunctional URL addresses collectively titled &#8220;Boom!&#8221;. Utilizing this ubiquitous textual format of the &#8220;new economy,&#8221; &#8220;Boom!&#8221; rehearses the defense mechanisms of the neoliberal imagination as it confronts its own internal crises. The acknowledged incompleteness implied by &#8220;if only&#8221; situates these texts somewhere between a guilty confession, a plea of desperation, and an ideological strategy session. The texts set for themselves the task of neutralizing the &#8220;problems&#8221; &#8211; the dislocated and potentially antagonistic groups engendered by the free market &#8211; that threaten the realization of the utopian ideal, implicitly embodied by the owners of capital. But Boom!&#8217;s utopian address deliberately fails to elicit from the viewer a positive identification with its purported message, having gone too far in specifying the contents of the universal &#8220;freedom&#8221; to which it aspires. This failure of identification thus displaces the locus of the &#8220;problem&#8221; from those constructed as the threatening &#8220;outside&#8221; of the capitalist utopia to the exclusionary, crisis-ridden grounds of that utopia itself.</p>
<p>Originally designed for use as banners in anticapitalist demonstrations, Ressler and Thorne&#8217;s texts reject the handmade, organic aesthetics of most conventional protest art. Instead, they share with earlier postmodern artists such as Barbara Kruger the appropriation of the graphic conventions of marketing to disrupt the smooth functioning of everyday forms of consumerist identification. But Ressler and Thorne&#8217;s texts also bear a specific historical relation to the URL format, reinvesting it with traces of social divisions linked to the digital economy, of which the dot-com address has been a key visual and textual component. In the wake of the speculation-driven Internet bubble, the phrase &#8220;dot-com&#8221; already appears as an artifact of a ruined utopia, testimony to the destructive boom-bust cycle inherent to deregulated markets. (Yates McKee, On Counterglobal Aesthetics; text from the catalogue: &#8220;Empire/State: Artists Engaging Globalization&#8221;, Whitney Museum of American Art, Independent Study Program Exhibition, New York, 2002)</p>
<h3>”terror.gov”</h3>
<p><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/boom_01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-419" title="boom_01" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/boom_01-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>The piece ”terror.gov” was realized as an issue-specific intervention for a window installation at Gallery 825 in Los Angeles within the ongoing project ”Boom!”. ”terror.gov” focuses on a present moment in the USA that could be called a ”state of exception,” a moment in which a discourse of terror seeks to foreclose – or suspend – certain kinds of political articulation, space and thought. Materially, this state of exception takes the form of directives, policies, and legislation which grant broad powers to the executive and the judiciary, and to intelligence, law enforcement, and other security apparatuses. In another sense, the state of exception has the effect of making contestatory modes of political engagement extremely difficult, since the discourse of terror relies on a rhetoric of potentiality or possibility (the potential of the unknown or the unpredictable, the possibility of future terrorist acts) in order to justify repressive measures and reciprocal acts of terror. In the name of security, ”anything goes,” and opposition to such measures is considered a kind of treachery. ”terror.gov” suggests thinking toward a space of potentiality, or possibility, that is not always only the possibility of terror, from whatever source.</p>
<p>The url text of the piece reads (without spaces):</p>
<p>www. if only people would stay locked into the threat matrix and never stop to consider the fact that the scenario in which terror is met with terror on every front is dangerously and some might say deliriously circular then they would be immediately forthcoming with every penny necessary to sustain the burn rate for ongoing military and economic operations which secure a comfortable living for a select few and condemn everyone else to oblivion while still managing to convince them of the promise that such a comfortable life could one day be theirs even though they should simply be happy that at least there is more than enough terror to go around .gov</p>
<p class="kleiner">Versions of “Boom!” have been presented in exhibitions at CCA Glasgow (GB, 2005), Ottawa Art Gallery (CAN, 2005), Govett-Brewster Art Gallery, New Plymouth (NZ, 2005), Kunsthalle Wien, permanent installation at Karlsplatz, Vienna (2004), Dunkers Kulturhus, Helsingborg (S, 2003), Gallery 825, Los Angeles (2003), Whitney Museum of American Art Independent Study Program Exhibition, New York (2002), Los Angeles Contemporary Exhibitions, LA (2002), World-Information.Org, Amsterdam (NL, 2002), Kunst Raum Goethestrasse, Linz (A, 2002), Kunsthalle Exnergasse, Vienna (A, 2001 and 2004) and others.</p>
<p class="kleiner">“Boom!” banners were part of demonstrations against the World Economic Forum in New York, January 2002 and Salzburg, September 2002.</p>
<p class="kleiner">Inserts have been realized for the magazines Malmoe 07/2002, Afterimage 07/2002 and the “Tester” book (2004).</p>
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		<title>Dienstleistung: Fluchthilfe</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Sep 2001 18:41:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>oliver</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2001]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[

Postwurfsendung in der Steiermark an der EU-Außengrenze (A)
 Ausstellung im Kunstraum der Universität Lüneburg (D), 26.4. – 21.7.2001
 Ausstellung im Pavel-Haus, Laafeld, an der steirisch-slowenischen Grenze, ab 21.9.2001

Die restriktiven Einwanderungsbestimmungen der Staaten der Europäischen Union bedeuten für MigrantInnen, dass diese kaum eine Chance haben, legal in die EU einzuwandern und sich in einem der Mitgliedsstaaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Video_Fluchthilfe_Grenze.jpg"><img title="Video_Fluchthilfe_Grenze" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Video_Fluchthilfe_Grenze-220x176.jpg" alt="" width="262" height="209" /></a></strong><strong><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Grenzblatt_Cover_RGB.jpg"><img title="Grenzblatt_Cover_RGB" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Grenzblatt_Cover_RGB-141x200.jpg" alt="" width="220" height="312" /></a></strong><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Grenzblatt_Wien02.jpg"><img title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Grenzblatt_Wien02-150x200.jpg" alt="" width="230" height="306" /></a></p>
<ul class="liste_ohne_punkte">
<li><em>Postwurfsendung in der Steiermark an der EU-Außengrenze (A)</em><br />
<em> Ausstellung im Kunstraum der Universität Lüneburg (D), 26.4. – 21.7.2001</em><br />
<em> Ausstellung im Pavel-Haus, Laafeld, an der steirisch-slowenischen Grenze, ab 21.9.2001</em></li>
</ul>
<p>Die restriktiven Einwanderungsbestimmungen der Staaten der Europäischen Union bedeuten für MigrantInnen, dass diese kaum eine Chance haben, legal in die EU einzuwandern und sich in einem der Mitgliedsstaaten aufzuhalten. Die Inanspruchnahme von Fluchthilfe ist daher für diese einreisewilligen Menschen oft die einzige Möglichkeit, die Grenzen der “Festung Europa” zu überwinden.</p>
<p>Das Projekt “Dienstleistung: Fluchthilfe” verfolgt das Ziel, die durch die dominierenden medialen Diskurse negativ besetzten Begriffe wie “Schlepper” oder “Schleuser” umzudefinieren und positive Aspekte herauszustreichen. Der Tatbestand “Schlepperei” wird dabei – im Gegensatz zu weitverbreiteten Darstellungsmustern – nicht als kriminelle Ausbeutung von Flüchtlingen dargestellt, sondern der Dienstleistungscharakter dieses aufgrund der EUropäischen Abschottungspolitiken notwendig gewordenen Gewerbes hervorgehoben.</p>
<p>Damit verbundene Themenfelder wie Grenze, Migration und Flucht werden in Kooperation mit antirassistischen Gruppen, MigrantInnenorganisationen und Studierenden der Universität Lüneburg bearbeitet.</p>
<p>Das Projekt “Dienstleistung: Fluchthilfe” wurde in unterschiedlichen Medien realisiert, z.B. als Postwurfsendung oder als Video, die gemeinsam mit weiteren Informationsbereichen eine Ausstellung im Kunstraum Lüneburg bilden.</p>
<p>Dem Projekt liegt eine prozessorientierte Herangehensweise zugrunde, die verschiedenen Rechercheergebnisse haben im Verlauf des Projekts auf die jeweiligen Projektteile wechselseitig Einfluss genommen.</p>
<p><strong>Postwurfsendung “Neues Grenzblatt”</strong></p>
<p class="kleiner">Beteiligte Gruppen: Plattform “Für eine Welt ohne Rassismus”, Forschungsgesellschaft Flucht und Migration, TATblatt, Zebra, Maiz, The Voice, Kanak Attak, TschuschenPower</p>
<p>In Kooperation mit anti-rassistischen Gruppen und MigrantInnenorganisationen wurde die Informationsbroschüre “Neues Grenzblatt” produziert, die als Postwurfsendung im April 2001 entlang der gesamten EU-Außengrenze in der Steiermark (A) an 12.000 Haushalte versandt wurde. Das Layout wurde zum leichteren Einstieg der Auseinandersetzung mit diesen Themen eher “volkstümlich” gehalten. Durch die populäre Gestaltung – Bilder der Region illustrieren die Broschüre – und mit Headlines wie “Fluchthilfe – Service mit Qualität” wurden die BewohnerInnen in der Grenzregion neugierig gemacht. Die LeserInnen werden mit anti-rassistischen Stellungnahmen und Sichtweisen konfrontiert, die in bürgerlichen Medien marginalisiert werden. Alle beteiligten Gruppen haben in ihren Textbeiträgen eine Sprache verwendet, die auch theoretisch nicht so versierte LeserInnen anspricht. Die Informationsbroschüre wird auch in diversen (zum Teil im öffentlichen Raum stattfindenden) Veranstaltungen und in Kooperation mit linken Gruppen distributiert und in den Ausstellungen zur freien Entnahme aufliegen.</p>
<p><strong>Video “Dienstleistung: Fluchthilfe”</strong></p>
<p>Ein Video<strong> </strong>(DV, Farbe, 51 min), das in der Ausstellung ein zentrales Element bildet, aber auch unabhängig davon auf themenbezogenen Veranstaltungen und alternativen Videofestivals gezeigt wird, setzt sich mit den hegemonialen Darstellungsmustern von “Fluchthilfe” und Migration auseinander. Anhand von Gesprächen, die in Deutschland und Österreich mit politisch engagierten MigrantInnen und VertreterInnen linker Gruppierungen geführt wurden, wird die Thematik in den vier Abschnitten “Wer darf migrieren?”, “Feiern und abschotten”, “Zur Fluchthilfe” und “Gegen Rassismus” analysiert und kritisch kommentiert.</p>
<p>So beschreibt ein Vertreter der aktivistischen Gruppe “Taxistas”, wie in Deutschland TaxilenkerInnen wegen der Beförderung illegalisierter Menschen als “Schleuser” kriminalisiert werden.</p>
<p>Der Abschnitt “Feiern und abschotten” ist eine “Kurzreportage” über die neuesten Kriegsgeräte zur Grenzsicherung, die von Soldaten auf einer am österreichischen Nationalfeiertag abgehaltenen Feier des Bundesheeres am Heldenplatz in Wien bereitwillig präsentiert wurden. Im Abschnitt “Zur Fluchthilfe” zeigt ein Gespräch mit einem leitenden Bundesgrenzschutzbeamten in Frankfurt an der Oder widersprüchliche Argumentationen auf, mit welchen versucht wird, rassistische Abschottungsmechanismen zu legitimieren.</p>
<p>Das Digitalvideo wurde im März 2001 auf der Diagonale, dem Festival des österreichischen Films, im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Politik bilden!” erstmals gezeigt.</p>
<br /><img src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/Effson-Effa.jpg" alt="media" /><br />

<p><strong>Ausstellung “Dienstleistung: Fluchthilfe”</strong></p>
<p class="kleiner">Projektgruppe Lüneburg: Tina Dust, Uta Gielke, Maja Grafe, Nina Heinlein, Patricia Holder, Mara Horstmann, Sarah Kaeberich, Nina Koch, Susanne Neubronner, Astrid Robbers, Stig Oeveraas, Sabine Zaeske</p>
<p>Ausgehend von einem von uns durchgeführten Blockseminar an der Universität Lüneburg bildeten teilnehmende StudentInnen eine Projektgruppe, die selbstorganisiert ist. Um dem hierarchischen Verhältnis entgegenzuwirken, welches sich bei einer Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen und StudentInnen etablieren kann, haben wir uns entschieden, gemeinsam produzierte Arbeiten, unabhängig produzierte Beiträge der Projektgruppe und von uns realisierte Ausstellungsbeiträge in einem gemeinsam entwickelten Ausstellungsrahmen zu präsentieren.</p>
<p>In Arbeitstreffen wurden alle Ausstellungsbeiträge in ihren jeweiligen Entwicklungsstadien diskutiert, Kritiken flossen dann in den weiteren Produktionsprozess ein.</p>
<p>Bei einem Besuch in Frankfurt an der Oder wurde an der Grenze recherchiert, Teile dieser Recherche fließen in ein von den StudentInnen produziertes Video ein, welches sich mit weiteren Facetten zur Thematik Migration und Fluchthilfe beschäftigt. Gespräche von Mitgliedern der Projektgruppe mit StudentInnen in Frankfurt an der Oder, mit VertreterInnen der MigrantInnengruppe “Kanak Attak” in Hamburg und VertreterInnen des “Netzwerks gegen Rechts” in Lüneburg bilden einen Recherchepool, der Einblicke in lokale Situationen erlaubt und den Zugang der StudentInnen zur Thematik widerspiegelt. Ein daraus resultierendes und von der Projektgruppe geschnittenes Video wird gemeinsam mit dem Video “Dienstleistung: Fluchthilfe” als Videoprojektion in der Ausstellung gezeigt.</p>
<p>In einer Wandinstallation wird anhand von Texten, Mail-Aussendungen und Flugblättern auf die Arbeit der Gruppen verwiesen, die Beiträge für “Neues Grenzblatt” verfasst haben und die von der Projektgruppe kontaktierten Gruppen.</p>
<p>Ausgehend von einem von Ulf Wuggenig an der Universität Lüneburg geleiteten parallel stattfindenden Seminar zu Rassismus wurden aus der dort besprochenen Literatur von der Projektgruppe Zitate ausgewählt und mit uns diskutiert. Diese verweisen in einer Installation auf Textpassagen der Literatur, die gemeinsam mit anti-rassistischen Zeitschriften einen theoretischen Rahmen für die einzelnen Bestandteile der Ausstellung bilden.</p>
<p class="kleiner">Das Projekt wurde gefördert vom Kunstraum der Universität Lüneburg und Verein Ökologie und Kunst, der die Kooperation von Kunst und Wissenschaft im Rahmen der Kulturlandschaftsforschung forciert.</p>
<p class="kleiner">Für weitere Informationen über dieses Projekt besuchen Sie die originale <a href="http://www.ressler.at/fluchthilfe/" target="_blank">Projekt-Website</a> von 2001.</p>
<p class="kleiner">
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		<title>Focus on Companies</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Sep 2000 18:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[2000]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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		<description><![CDATA[

Ein Beitrag von Oliver Ressler zur Ausstellung „Modell, Modell&#8230;“ des Neuen Aachener Kunstvereins, die in den Instituten der RWTH Aachen im Frühjahr 2000 stattfand.
&#8220;Focus on Companies&#8221; bezieht sich auf die zeitgleich in Aachen stattfindende Ausstellung &#8220;Focus on Genes&#8221;. &#8220;Focus on Genes&#8221; ist eine vom soziokulturell agilen Hygiene-Museums in Dresden veranstaltete Wanderausstellung, die Gentechnologie &#8220;auf populärwissenschaftliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/focus_on_companies_03.jpg"></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/focus_on_companies_01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-440" title="focus_on_companies_01" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/focus_on_companies_01-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/focus_on_companies_02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-441" title="focus_on_companies_02" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/focus_on_companies_02-202x300.jpg" alt="" width="202" height="300" /></a><a href="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/focus_on_companies_03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-439" title="focus_on_companies_03" src="http://www.ressler.at/cms/wp-content/uploads/focus_on_companies_03-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a></p>
<p>Ein Beitrag von Oliver Ressler zur Ausstellung „Modell, Modell&#8230;“ des <a href="http://heimat.de/nak">Neuen Aachener Kunstvereins</a>, die in den Instituten der RWTH Aachen im Frühjahr 2000 stattfand.</p>
<p>&#8220;Focus on Companies&#8221; bezieht sich auf die zeitgleich in Aachen stattfindende Ausstellung &#8220;Focus on Genes&#8221;. &#8220;Focus on Genes&#8221; ist eine vom soziokulturell agilen Hygiene-Museums in Dresden veranstaltete Wanderausstellung, die Gentechnologie &#8220;auf populärwissenschaftliche und erlebnisorientierte Weise vermitteln&#8221; will.</p>
<p>Gemäß der Projektankündigung sind &#8220;die grundlegenden Ausstellungsinhalte von &#8220;Focus on Genes&#8221; in einem reich illustrierten Katalog, der im Rahmen des &#8220;Gen-Welten&#8221;-Projektes 1998 erschienen ist, ausführlich behandelt&#8221;. Wie in dieser vorangehenden Ausstellung des Hygiene-Museums soll wieder Wissen zur Gentechnik vermittelt werden, um &#8220;sich eine eigene Meinung zu verschaffen&#8221; und dem Ziel näher zu kommen, &#8220;die Chancen und Risiken, die der Einsatz der Gentechnik bieten kann, aus medizinischer, ethischer und gesellschaftlicher Sicht abzuwägen.&#8221;</p>
<p>Um ein Gegengewicht zu den fünf in Deutschland und der Schweiz gezeigten &#8220;Gen-Welten&#8221;-Ausstellungen zu setzen, habe ich 1998 das zeitgleich stattfindende Projekt &#8220;<a href="http://www.ressler.at/de/anti_gene_worlds/" target="_blank">geGen-Welten: Widerstände gegen Gentechnologien</a>&#8221; realisiert*.</p>
<p>In einem im Rahmen dieses Projektes veröffentlichten Text** habe ich darauf hingewiesen, daß der Konzeption von &#8220;Gen-Welten&#8221; die falsche Grundannahme zugrunde liegen würde, daß einzelne Individuen die Möglichkeit der Mitbestimmung hätten, welche Technologien zur Anwendung kämen und welche nicht. Die Entscheidung darüber fällt jedoch nicht auf einer demokratischen Basis, sondern steht im Zusammenhang mit den mächtigen Kapitalinteressen und dem politischen Druck der Konzerne.</p>
<p>Ob &#8220;Gen-Welten&#8221; oder &#8220;Focus on Genes&#8221; &#8211; die Rolle der Ausstellungen besteht nur in der Akzeptanzbeschaffung!</p>
<p>Das Projekt &#8220;Focus on Companies&#8221; rückt daher Konzerne, die die gentechnologische Forschung und Produktentwicklung vorantreiben, ins Zentrum der Kritik.</p>
<p>Ausgangspunkt der für die Ausstellung in Aachen produzierten Printserie sind aktuelle Publikationen von Konzernen wie Novartis, Schering, Bio-Rad Laboratories und Roche, die als Sponsoren von &#8220;Focus on Genes&#8221; auftreten. Einzelne Seiten aus Geschäftsberichten und Broschüren wurden ausgewählt, wobei die Originaltexte, die verschiedene Teilbereiche von Gentechnologie thematisieren, durch schwarz umrahmte gelbe Textfelder ersetzt wurden.</p>
<p>Im Gegensatz zu den &#8220;Warnschildern&#8221; des &#8220;geGen-Welten&#8221;-Projekts stehen bei &#8220;Focus on Companies&#8221; nicht die von den Technologien ausgehenden Gefahren im Mittelpunkt, sondern die ökologische und soziale Logik der Gentechnik und ihre globalen, gesellschaftspolitischen Auswirkungen. Für diese Bereiche ist in den Publikationen der Konzerne und in &#8220;Focus in Genes&#8221; kein Platz.</p>
<p>Daher sind die Texte der Konzernbroschüren mit einem politischen Kommentar überdeckt, der Themen aus der Ausstellung aufgreift (Xenotranplantationen, Gentech-Reis mit Vitamin A, Antimatschtomate) und andere Perspektiven einnimmt.</p>
<p class="kleiner">* Oliver Ressler, geGen-Welten: Widerstände gegen Gentechnologien, Edition Selene, 1998, 84 S.</p>
<p>** Verschiedene Fassungen wurden in der &#8220;geGen-Welten&#8221;-Publikation, in den Zeitschriften ak &#8211; analyse &amp; kritik, iz3w &#8211; Blätter des Informationszentrums 3. Welt und dem GID &#8211; Gen-ethischer Informationsdienst abgedruckt.</p>
<p>&#8220;Focus on Companies&#8221; wird im Rahmen der Ausstellung an verschiedenen Instituten der RWTH Aachen gezeigt.</p>
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