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Das Video "This is what democracy looks like!"
thematisiert Ereignisse rund um eine Demonstration am 1. Juli
2001 gegen das zu diesem Zeitpunkt in Salzburg tagende World Economic
Forum, einem privaten Lobbyverein des Großkapitals. "Milliardenschwere
Deals, die wenigen Wohlstand und Reichtum, vielen jedoch Ausbeutung
und Armut bringen, werden auf diesen Treffen von den selbst ernannten
‚Global Leaders' unter Ausschluss der Öffentlichkeit in die Wege
geleitet. Um den ordnungsgemäßen Ablauf der ökonomischen Globalisierung
sicherzustellen, wurde der im Zentrum Salzburgs liegende Tagungsort
des WEF weiträumig abgesperrt und alle Demonstrationen bis auf eine
Stehkundgebung am Bahnhofsvorplatz verboten." (Auszug aus der Einleitung
des Videos)
Dieses Video
gibt einen Einblick in den Ablauf der ersten "Anti-Globalisierungs-demonstration"
in Österreich, die in der Folge der medial viel beachteten Demonstrationen
in Seattle, Prag, Davos, Quebec und Göteburg stattgefunden hat.
In dieser polizeilich verbotenen Demonstration in Salzburg wurden
919 DemoteilnehmerInnen von der Polizei eingekesselt und über sieben
Stunden lang festgehalten.
Werden in den
dominierenden medialen Darstellungen die TeilnehmerInnen an den
anti-kapitalistischen Protesten entweder als naive oder als gewaltbereite
Chaoten verunglimpft, nehmen sie im Video "This is what democracy
looks like!" hingegen die Rolle von aktiven SprecherInnen ein. Mit
sechs DemoteilnehmerInnen wurden Gespräche zu den Ereignissen in
Salzburg geführt. Die Einschränkung demokratischer Grundrechte -
die sich vor allem im Verbot zu demonstrieren oder der Anhaltung
hunderter Menschen im Polizeikessel zeigte - und das Spannungsfeld
zwischen der begrenzten physischen Gewalt einzelner DemoteilnehmerInnen
und der von der Staatsmacht ausgeübten strukturellen Gewalt entwickeln
sich dabei als zentrale Themen. Ausschnitte aus den Gesprächen sind
zu Videoaufnahmen montiert, die von mir und (Video)AktivistInnen
in Salzburg aufgezeichnet wurden. Die Kameraperspektive entspricht
dabei der Sicht der DemoteilnehmerInnen und stellt eine unmittelbare
Konfrontation der BetrachterInnen des Videos mit den Geschehnissen
her.
Interviewte
DemoteilnehmerInnen: Walter Baier, Tanja Jenni, Ingrid Popper,
Michael Pröbsting, Daniel Sanin, Irene Zavarsky Videomaterial von
Indymedia Austria, Filmliga Linz, offscreen - offenes film forum
salzburg, UTV Wien,
Oliver Ressler
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